MODDING-FAQ FORUM

Alles rund ums Modden => Elektronik, Elektrik => Thema gestartet von: TT_Kreischwurst am Juli 26, 2010, 20:54:20



Titel: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Juli 26, 2010, 20:54:20
Hallöchen liebe Kinder,

nachdem ihr in der letzten Episode gelernt habt wie man aus Papas neuer Stereoanlage einen prima Hamsterkäfig baut, werde ich heute beibringen wie ihr euch einen Berührungs-/Näherungssensor für PC- und Homeimprovement basteln könnt.


Überblick

1.) Was kann die Schaltung?
2.) Versionen
3.) Löten (Lochraster)
4.) Löten (geätzte Platine)
5.) Platinenvergleich
6.) Einstellen/Inbetriebnahme
7.) Video
8.) Wie funktioniert das eigentlich?
9.) Hilfreiche Tipps & abschließende Worte



1.) Was kann diese Schaltung?

Tja, was kann die Schaltung eigentlich? Oder besser gesagt, warum findet jeder Modder zig Anwendungen im PC dafür?

Ein kurzer Vorgeschmack: Man muss seine Taster (z.B. Power-/Reset-Knopf des Rechners, CD-Schublade, etc.) nicht mehr wie gewohnt mechanisch drücken, sondern kann im Handumdrehen und für extrem (!) wenig Geld einen Berührungs- oder Näherungstaster daraus machen.
Desweiteren ist die Schaltung auch für extreme Elektroniknewbies leicht nachzubauen und wenn die Teile parat liegen kann man sie locker in einer Stunde Arbeitszeit nachbasteln.

Warum „braucht“ man also diese Schaltung? Na ganz einfach: Weil es fetzt!

Ihr könnt die Taster hinter Plexiglas, Glas, Holz, Plastik, Meshgitter, Streckmetall, Lack oder was auch immer (insofern nicht geerdet) verstecken und müsst die Oberflächen nur berühren, damit geschalten wird. Man kann so sämtliche Taster/Schalter seines Rechners an geheimen Orten verbergen oder sich sein eigenes "Touch-Panel" bauen.
Aber damit nicht genug... Man kann die gleiche Schaltung auch als Näherungsschalter nutzen. Also kann man durch Annäherung an einen beliebigen Sensor den PC anschalten/Laufwerke öffnen/etc. .
Die WaKüler unter euch könnten auch Füllstandsanzeigen für ihre AGBs herstellen, bei der es ausreichend ist, außerhalb des AGB ein kleines Metallblättchen zu befestigen, ohne Sensoren im Wasser versenken zu müssen oder den AGB zu beschädigen (wenn das Wasser erdbar ist).

Und was man nicht vernachlässigen sollte: die Schaltung ist spitze, um einfach nur ein bisschen herumzuspielen. :)

In diesem Tutorial wird der Taster vorgestellt (z.B. um CD-Laufwerke zu öffnen, den Rechner anzuschalten bzw. zu resetten, Clocksignale für µCs oder ICs zu erstellen, ... ).

Eine Schaltversion, die man für die Casebeleuchtung, Lüfter (z.B. Lüfter schalten per Berührung des Lüftergitters), CCFLs, und sonstigen Kram nutzen kann, wird hoffentlich bald folgen (Ideen ab ins Forum ;) )


Also. Genug Gerede - Los geht’s!




2.) Der Einkaufszettel



Obligatorische Komponenten:












Bauteil  Reichelt #  Anzahl  Preis  Bemerkung 
Widerstand 1,8kOhm  METALL 1,80K   0,08  für 12V Versorgungsspannung 
Widerstand 1kOhm  METALL 1,00K  0,08   
Widerstand 33kOhm  METALL 33,0K  0,08   
Keramikkondensator 33nF   KERKO 3,3N  0,06   
IC 4x NAND  MOS 4093  0,19   
IC 2x D-FF  MOS 4013  0,16   
Lochrasterplatine  H25PR0500,79  reicht für mind. 2 Schaltungen 
25 Gang Präzisionstrimmer  64W-10K  0,30   
Optokoppler  MOC 3020  0,30  andere Möglichkeit 


Kosten 1,44€


Dazu noch ein kleines Stück Blech als Sensorfläche und ein wenig Litze zum Verkabeln.
Das man einen Lötkolben und etwas Lötzinn braucht, muss ich hoffentlich nicht erwähnen. ;)


Die erfahreneren Modder, welche lieber Platinen ätzen, benötigen anstatt des Lochrasters entweder Reichelt# „EPCU“ oder „FEPCU“ nebst dem üblichen Ätzequipment.



Optionale Komponenten:

Folgende Sachen braucht ihr nicht unbedingt, erleichtern allerdings das Handling enorm.








Bauteil  Reichelt #  Anzahl  Preis  Bemerkung 
Kontakte für Crimpgehäuse  PSK-KONTAKTE   0,20  20 Stk. (max. 8 benötigt) 
Verpolsichere Stecker  PSS 254/2G   0,10   
Crimpgehäuse  PSK 254/2W   0,20   
Sockel für die MOS-ICs  GS 14   0,10  Unbedingt empfohlen!! 
Sockel für Optokoppler  GS 6   0,06  Unbedingt empfohlen!! 


Gesamtkosten: 2,10€


Außerdem erleichtert eine beliebige LED das Justieren enorm.

Desweiteren ist ein Lötnagel 1mm und eine Lötöse 1mm praktisch um das Sensorkabel auf der Platine steckbar anzubringen. Diese gibt es bei Reichelt (RTM 1-100  und RF 1-100) leider nur im Hunderterpack, deswegen wird der bettelarme, selten lötende Modder wohl lieber das Kabel direkt auf der Platine anlöten ;)


Wenn man die Stromversorgung von einem Molex-Stecker („Festplattenstromstecker“) abzapfen möchte, kann man sich „SVS 5“ und „SVK 5“ noch mitbestellen (aber auch das ist nicht nötig).



Genug Geplänkel. Werfen wir endlich den Lötkolben an und legen los.




3.) Löten (Lochraster)

Die wesentlich einfachere Methode des Nachbaus ist mit Lochraster umzusetzen, also:

Wir brauchen ein Stück Lochrasterplatine mit mindestens 20*10 Lötpunkten. (Wer die Platine später festschrauben will: 26*16 – Reichelt „DK 5MM“ oder „DA 5MM“ und M3-Schrauben eignen sich gut)

So. Wir legen unsere Platine vor uns und platzieren den 33,0kOhm Widerstand und die 3 Sockel (die knauserigen Nachbauer eben die ICs ohne Sockel – Achtung Bauteildefekt möglich!).
Hier sollte man auf die Kerbe achten, um später die Orientierung der ICs einfacher zu erkennen.

(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_o_1.jpg)



Auf der Rückseite sollte es nach dem Anlöten so aussehen:


(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_u_1.jpg)



Die 1,8kOhm- und 1,0kOhm-Widerstände lötet man stehend ein. Außerdem platzieren wir den kleinen Keramikkondensator oberhalb des rechten ICs .


(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_o_2.jpg)



Auf der Rückseite ziehen wir bei der Gelegenheit schon die ersten Lötbahnen :


(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_u_2.jpg)



Nun noch den Trimmer, die Platinen-Steckverbinder und die Lötöse. (Wer die „Sparversion“ lötet, hier direkt die Litze einlöten)


(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_o_3.jpg)



Nun sind die restlichen Leiterbahnen zu ziehen. Hier bietet es sich an, die langen Strecken mit abgeknipsten Bauteilbeinchen oder mit Drähten zu ziehen. Aber auch „nur“ mit Lötzinn ist hier alles möglich.


(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_u_3.jpg)



Das war es im Grunde... Gar nicht so schwer, oder? Wir stecken nun noch die ICs ein.


(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_o_4.jpg)

Das wars auch schon... Ab zu Schritt 6!





4.) Löten (geätzte Platine)

Das Ätzen ist etwas komplizierter als die Lochrastervariante und benötigt definitiv mehr KnowHow und Equipment. Doch da ich selbst gerade das Ätzen für mich entdecke, dachte ich mir, ein fertiges Layout samt Bestückungsaufdruck kann ja nicht schaden.

Das wäre mein Layout für die Kupferseite:

(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_u_ae.jpg)

Und der Bestückungsaufdruck:

(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_o_ae.jpg)

So. Hier die für euch interessanten *.pdf- Dateien:
(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_vgl_2.jpg) (http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_u_ae.pdf]Layout[/url]
[url=http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_o_ae.pdf]Bestückungsaufdruck[/url]

Wie ihr sicherlich seht, sind die Leiterbahnen (sofern möglich) recht dick gewählt, um auch den Ätzanfängern es etwas leichter zu machen ;).

Masseflächen zur Schonung des Säurebades gibt es hier sogar gratis.


Ansonsten bleibt nicht viel zu sagen, außer: Ätzen -> Bestückungsaufdruck (optional) -> Bohren -> bestücken und löten -> Platine versiegeln (optional).






5.) Platinenvergleich


So. Der optische Unterschied soll euch mal vor Augen geführt werden. Ich habe die Lochrastermethode mit einer etwas größeren Platine gebaut, um Platz für Bohrlöcher zu haben.
Die Ätzversion wurde mit Tonerdirektverfahren (Folien), Bügeleisen, Natriumpersulfat@50°C und dem guten alten Akkuschrauber erstellt. Daher die etwas minderwertigen Ergebnisse im Bohrbild und dem Bestückungsaufdruck.

[url=http://www.abload.de/img/img_6103jr39.jpg](http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_vgl_0.jpg)[/url]

[url=http://www.abload.de/img/img_6104kqkr.jpg](http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_vgl_1.jpg)[/url]

[url=http://www.abload.de/img/img_61067o1x.jpg)


Wie ihr seht ist die geätzte Version ein wenig kleiner und irgendwie stylischer – aber Lochraster ist vom Kosten/Zeit/Ergebnis-Verhältnis definitiv unschlagbar.






Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Juli 26, 2010, 20:55:23
6.) Einstellen/Inbetriebnahme


So. Zu aller erst braucht ihr einen Sensor. Ein Stück Litze an ein kleines Metallblech (gut geht Kupfer) gelötet reicht hier vollkommen aus. Wer nichts in der Richtung findet kann auch einfach einen Rest Platinenmaterial dick verzinnen und die Litze einfach mit einlöten.
Dieses Sensorkabel muss an der Stelle „SIG“ auf der Platine angebracht werden. Entweder angelötet oder über besagte Lötnägel/-ösen.
Nun braucht eure Schaltung noch eine Versorgungsspannung. Diese sollte zwischen 5 und 15V (stabilisiert) liegen. Ich empfehle 5 oder 12V (rote/gelbe Molex-Ader).

Hier ist der Vorwiderstand des Optokopplers (1,8kOhm) auf 12V Versorgungsspannung abgestimmt (mehr dazu später).


Nun kommt noch ein wenig Tüftelei - ihr müsst euren Sensor schließlich noch justieren. Hierzu dient der Präzisionstrimmer. Die positive Drehrichtung ist beim "64W-10K" entgegen des Uhrzeigersinns (wer einen anderen Trimmer nutzt, sollte das vorher mit dem Multimeter prüfen). Da der 64W-10K keine Endanschläge hat bietet es sich an, ihn mit dem Multimeter auf ca. 0Ohm einzustellen und später den Widerstandswert zu erhöhen. Wer kein Multimeter zur Hand hat, kann auch einfach 25 komplette Umdrehungen im Uhrzeigersinn machen und ist sich dann auch 100%ig sicher das er bei ~0Ohm ist.

Um die Trimmereinstellung für euren jeweiligen Sensor zu vereinfachen, ziehen wir den MOC3020 Optokoppler (kleiner Chip) aus dem Sockel und stecken eine LED wie folgt an dessen Stelle:

(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_o_5.jpg)


In den oberen Mittelpin des Sockels (Pin 2) kommt das kurze LED-Bein (Minus) und in den rechten (Pin 1) das Lange (Plus).

Mit diesem kleinen Kniff können wir nun spielend einfach den Trimmer justieren: Wir tippen immer wieder so auf den Sensor, wie wir es später wollen (gleicher Sensor, gleiche Lage, gleiche Kabellänge, gleicher Isolator, gleiche Spannungsversorgung). Das wird bei der Trimmerstellung ~0Ohm bei niemandem funktionieren, also erhöhen wir mit einem Uhrmacherschraubendreher den Widerstandswert des Trimmers solange bis es funktioniert.

Wenn das Tastverhalten 100%ig auf den späteren Einsatz abgestimmt wurde, kann die LED abgezogen und der MOC3020 wieder platziert werden. Nun verbinden wir den Ausgang der Schaltung mit dem „PWR“- oder „RST“ Anschluss des Mainboards, dem CD-Laufwerk-Taster oder für was auch immer ihr eure Schaltung gebaut habt.
Hier ist aufgrund der Triacbauart des Optokopplers die Anschlussrichtung egal. Andere Optokoppler (es gibt wesentlich günstigere) wären (u.U. mit anderem Vorwiderstand) auch verwendbar, hier müsste man allerdings auf die Polarität achten.
Daher also die etwas teurere, aber idiotensichere Variante mit dem MOC3020 ;)

So. Das wars im Grunde schon. Ein Blick auf die folgenden Seiten sollte sich aber trotzdem lohnen.



7.) Video

Eine kleine Veranschaulichung mit verschiedensten Isolationsmaterialien findet ihr hier hinter dem Kabel-FAQ (http://www.youtube.com/watch?v=QhnLMvj3mVE]Youtube-Link[/url].




8.) Wie funktioniert das eigentlich?


Der Schaltplan:

(http://www.tt.m-faq.de/capsens/plan_tast.jpg)

So. Als kurze Erklärung für die Interessierten: Der MOS4093 ist ein 4-fach Dual- NAND-Gatter. Das im Schaltplan mit IC2A betitelte Gatter schwingt. Dieses oszillierende Signal wird von IC2B invertiert (High wird Low und Low wird High). Dieser Vorgang braucht aufgrund der „Rechenzeit“ im IC einen ganz geringen, aber vorhanden Zeitraum. Dieses umgekehrte Signal geht nun also an den Clock-Eingang des MOS4013. Dieser ist ein dualer D-Flipflop. Da nun der Eingang (D) zeitiger ein High-Signal bekommt als das invertierte Clock-Signal anliegt, schaltet der FF nie durch. Also: Der Ausgang bleibt auf Low -> nichts passiert.

Um diesen Zustand zu ändern (den Taster zu aktivieren) nutzen wir nun unsere eigene Körperkapazität (gegen Erde). Wenn wir also den Sensor berühren oder uns annähern (je nach Trimmereinstellung), verzögert sich das Signal am D-Eingang des FF. Nun sind D und Clock im Gleichgang, der FF setzt den Ausgang auf „High“, welcher den Optokoppler durchschalten lässt.

So einfach ist das ;)



9.) Hilfreiche Tips & abschließende Worte

So. Was bleibt noch zu sagen?

Die Schaltung ist sehr vielfältig - hier aufgeführt ist die 12V-Version. Da sie, wie gesagt, auch mit 5V funktioniert, möchte ich hier nochmal darauf eingehen.

Bei 5V hat sie (nicht tastend), nach meinen Messungen nur sensationelle 0,2 – 0,3 mA Strom gezogen.  Das heißt, man kann sie bedenkenlos über die StandBy-Leitung des Netzteils (lila ATX-Ader -> siehe [url=http://www.modding-faq.de/index.php?artid=200)) speisen.

Auf diese Art und Weise kann man also auch den Powerknopf mit dem Berührungssensor ansteuern. Ggf. sollte man den Vorwiderstand des Optokopplers dementsprechend anpassen. Bei 5V Versorgungsspannung sind die Ausgänge der MOS Bausteine allerdings sehr schwachbrüstig und der MOC 3020 kann herumzicken. Bei 5V hat sich ein 4N35 Optokoppler (Reichelt# „4N 35“ für 22cent) als stabiler und zuverlässiger erwiesen. Achtung: Hier liegen die Ausgänge auf Pin 4 und 5, nicht auf 4 und 6, außerdem ist er bipolar, nicht unipolar. Dies bedeutet, es gibt nur eine Richtung in die er leitet. Also müsst ihr probieren, in welche Richtung ihr das Kabel auf das Mainboard steckt. Vorwiderstände spuckt euch jeder LED-Rechner aus – nur Mut!



Der 1k-Widerstand (R3) kann ebenso verändert werden. Bei Erhöhung des Widerstandswertes steigt die Sensorempfindlichkeit gewaltig an, unter normalen Umständen sollte die Veränderung der Schaltung nicht von Nöten sein.


Je nach Abmessungen des Sensors kann es sein (zum Beispiel: kleiner Sensor, hohe Empfindlichkeit), dass der Taster auslöst, wenn man das Kabel des Sensors antippt. Hier solltet ihr einfach die Sensorlitze mit einer, notfalls zwei Lagen Schrumpfschlauch ummanteln.


Ein Prellverhalten konnte ich, selbst bei der Nutzung als Clocksignal von ICs nicht feststellen. Sollte hier jemand Probleme haben, würde ich mit einem kleinen RC-Glied entprellen oder wenn es in Richtung µC geht einfach Softwareentprellen.



Zukunftsmusik:

Da nur 2 von 4 NAND-Gattern und nur einer der zwei Flipflops genutzt wird, wäre es möglich auch eine Schaltung mit 2 kapazitiven Sensoren zu erstellen, welche trotzdem nur je einen MOS4013/MOS4093 benötigt. Diese wäre dann logischerweise um einiges kleiner als zwei einzelne Sensorschaltungen nebeneinander.
Ich überlasse es eurer Kreativität hierzu ein Layout zu erstellen und würde mich freuen, wenn ein fleißiges Forenmitglied so etwas postet ;-) . Ebenso sind Ideen für die Schaltversion sehr willkommen.Meine Idee  wäre ein T-Flipflop am Q-Ausgang des MOS4013. Den Ausgang des T-FF könnte man mit einem MosFet soweit verstärken, sodass man problemlos Lüfter etc. schalten kann ohne auf ein klackendes Relais angewiesen zu sein.



Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal bei Hans Dieter Teuteberg für die Inspiration bedanken! Desweiteren hoffe ich auf einen regen Diskussionsthread im Forum mit euren Meinungen, Ideen zur Anwendung der Schaltung, den ersten Usermods und zu evtl. Weiterentwicklung der Schaltung.

Liebe Grüße, TT_Kreischwurst

P.s.: Ein „happy basteling“ an alle Nachbauer ;)







Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: hackspider am Juli 27, 2010, 10:47:17
Hi TT_Kreischwurst,

ein sehr schönes Tutorial und ich denke die kapazitiven Taster/Schalter kann man in Mods gut plazieren. Man braucht halt nicht für alles extra Schalter, sondern man kann die Kontakte ganz dezent hinter ein lackiertes Stück Plexiglas verstecken.

Ich schlag einfach mal den Eintrag in die Tutorialliste der Haupseite vor ?

Ganz kurze technische Frage: Ich hatte mal die Layout-Designs der QTouch library von Atmel angeschaut, die schlagen vor, nahe an der Sensorfläche eine Massefläche zu plazieren, damit sicherer ausgelöst wird, sollte man das für diese Lösung hier auch machen ?

Also dann weiter so und  :bestens:

Gruß hackspider


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Juli 27, 2010, 11:04:10
Zitat von: hackspider $txt[176] Juli 27, 2010, 10:47:17
ein sehr schönes Tutorial und ich denke die kapazitiven Taster/Schalter kann man in Mods gut plazieren.

Danke :)
Zitat:
Ich schlag einfach mal den Eintrag in die Tutorialliste der Haupseite vor ?

Gute Idee ;) Ich dachte mal noch zu warten bis wir Teil 2 (Schalter) fertig haben... Ansonsten denke ich mal, würde sich das gut in die Tut-ecke der Hauptseite einreihen^^

Zitat:
Ganz kurze technische Frage: Ich hatte mal die Layout-Designs der QTouch library von Atmel angeschaut, die schlagen vor, nahe an der Sensorfläche eine Massefläche zu plazieren, damit sicherer ausgelöst wird, sollte man das für diese Lösung hier auch machen ?


Hier sehe ich kein Problem. Im Grunde ist das ja Jacke wie Hose, da wir sowieso am Trimmer die Auslösestelle einstellen. Also wäre das Einzige was du damit ändern würdest eine viertel Umdrehung des Trimmers ;)


Ansonsten vielen Dank für die Resonanz!
Freue mich auf mehr..


Liebe Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Juli 28, 2010, 13:27:16
Hallo!


Ich hocke gerade aus Langeweile an der Schaltung und wollte mich mal am Layout für die 2-Kanal versuchen. Vorerst ätzmäßig, später Lochraster...

Da kam mir folgende Idee. Um das ganze noch etwas "newbproofer" zu bekommen dachte ich daran einen Molexstecker direkt auf die Platine zu platzieren, so kann jeder direkt vom NT den Festplattenstecker draufstecken, brauch keinen Adapter mehr und eine +/- Vertauschung wird fast unmöglich.

Da dachte ich mir, man könnte ja per Jumper sagen 5 oder 12 V. Da hat man alles was man braucht in einem Layout und muss nicht mehr groß überlegen.


Es wird dadurch natürlich etwas größer...


Was haltet ihr von der Idee? Lohnt sich das?

lG,TT


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Crawler am Juli 28, 2010, 13:34:21
Zitat von: TT_Kreischwurst $txt[176] Juli 28, 2010, 13:27:16
Was haltet ihr von der Idee? Lohnt sich das?


:bestens: Daumen hoch dafür!  :bestens:


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Juli 28, 2010, 15:46:33
2 Kanalversion (mit bipolarem OK, Molex und Jumper):


(http://www.tt.m-faq.de/capsens/plan_tast_2.jpg)




Sieht dann in der Ätzversion so aus:


(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_2_u_ae.jpg)

PDF-Download (http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_2_u_ae.pdf]PDF-Download[/url]




Und der Bestückungsdruck:

(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_2_o_ae.jpg)

[url=http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_2_o_ae.pdf)





Auf Lochraster hab ich keine Lust^^ Wenn jemand von euch ne Inspiration findet: Nur los!



p.s.: Ich dachte daran auch den Vorwiderstand des Optokopplers umzujumpern, bin aber davon abgekommen, da die Wahl zwischen 5 und 12V ja nur einmalig erfolgt, von daher 8 verschenkte cent ;)


In der Finalversion welche auf die Hauptseite wandert (/wandern könnte) wäre es vllt angebracht sich auf einen Optokopplertyp zu einigen und dann einfach dazusagen "@12V: R=abc Ohm, @5V: R=xyzOhm"

Auch die Lochraster und 1- Kanalversionen könnte man mit jumperbarer Versorgungsspannung und Molexeingang ausstatten um es noch einfacher zu machen.

Kennt jmd. andere Triac-Optokoppler, die mit extrem wenig Strom  und Spannung sauber durchschalten, oder muss man um den 5V-Betrieb stabil zu gewährleisten die Unipolarität aufgeben??


lG,TT




Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: StarGoose am Juli 28, 2010, 16:12:38
naja die Idee mit dem Molex hatten schon andere ;)

im tut wäre, bei einer flexiblen verwendung, der jumper und wirklich eine buchse für einen austausch der widerstände anzudenken oder das umjumpern

ansonsten zwar den molex als standardanschluß vorsehen aber jeweils nur die verbindungen von 12v oder 5v fest verdrahten (spart wieder paar cent)

Crawler hatte an anderer Stelle den hier vorgeschlagen:Ö http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=A2211;GROUPID=2924;ARTICLE=12619;START=0;SORT=artnr;OFFSET=16;SID=15VJm6SawQAQ8AAFlGRQMabfa6f6a6ee480f5eb34c90b08c58b3

ist immernoch unipolar nur halt kein optokoppler und sollte wohl auch mit 5v gehen (vdd 3-18v schaltstpannung 0 - vdd)

im übrigen halte ich pers. ein layout mit verbindungen die zwischen den anschlußpins durchgeführt werden nicht für dausicher

dort ergeben sich zu große lötfehler potentiale aber auch schon in der herstellung mittels tonertransfer oder belichtungs methode muss sehr sehr genau gearbeitet werden
lieber die eine oder andere lötbrücke in kauf nehmen und solche klippen direkt umschiffen
genügend drahtstückchen von anschlußbeinen sollten ja übrig bleiben


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Crawler am Juli 28, 2010, 16:18:01
Optokoppler halte ich sowieso nicht für das geignete Mittel, da diese vornehmlich zur galvanischen Trennung eingesetzt werden, die hier einfach nicht zwingend erforderlich ist. Aber ich verstehe schon den Ansatz, das ganze bilateral zu gestalten.
Daher schlage ich das CMOS-IC 4066 vor, welches 4 bilaterale Schalter in einem Gehäuse vereint. Mehr Fläche als durch die Nutzung von zwei Opto-Triacs in der Dualversion geht damit auch nicht verloren und du hast die saubere 5V-Unterstützung.

Insgesamt ist die Ausgangsstufe als solches schon so speziell (egal ob mit einem FET, einem bipolaren Transistor, dem besagten CMOS-IC oder einem Reed-Relais), um sie als Bestandteil der Gesamtschaltung darzustellen. Ich hätte wohl am Ausgang des MOS4013 aufgehört und Teilschaltungen für die Varianten der Ausgangstreiber "nachgeliefert". Das ist natürlich nicht deinem Sinne, weil du ja die Gesamtschaltung selbst ätzen willst. Für den einfachen Lochraster-Nachbauer scheint mir das aber zugänglicher.

Insgesamt wird die Dualversion auf Lötraster ziemlich knifflig, wenn ich mir die Ätzversion so ansehe. Zwischen den IC-Beinchen Leitungen zu führen geht in dem Fall nämlich schlecht. Aber vielleicht ist ja noch weiterer Spielraum...


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: BrainHunter am Juli 28, 2010, 17:20:11
zum optokoppler möchte ich noch hinzufügen das ein Triac optokoppler sowiso nicht so optimal ist, da dieser ja nur abschaltet wenn der haltestrom unterschritten wird! d.h. wenn ein zu hoher strom fließt kann man einmal einschalten aber er schaltet nicht mehr ab!
aber wie schon gesagt ist eine galvanische trennung ohnehin nicht immer nötig. ein einfach transistor/mosfet wäre evtl. besser als ausgangsstufe.

ansonsten schöne schaltung!


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Juli 28, 2010, 19:29:46
Wenn wir mal davon ausgehen das wir den Opto aufn Müll hauen und ersetzen, ist es vllt möglich per MosFET (oder Transistor), ohne die Optokopplerkosten zu überschreiten einen Ausgangstreiber hinbekommen, der für 12 und 5V den gleichen Vorwiderstand benötigt? Die Spanne (indem sauber durchgeschalten wird) ist ja meisst recht breit gewählt...
Vorschläge?

Davon abgesehn das der MOS4066 super ist, halte ich absolut nichts davon noch eine DIL14-IC mit reinzubringen...


@Goose: Das "Risiko" nich ganz dausicher im Ätzbild zu sein gehe ich mehr als gern ein, da
1) die wenigstens DAUs ätzen werden ::)
2) selbst ich mit einer Ätzausrüstung von insgesamt 10€ und null KnowHow solche Layouts erstellen kann
3) man so VIEL(!) kleinere Layouts bekommt

Wie üblich gilt: wenn du es in ähnlicher Größe hinbekommst, wärs natürlich super und nichts wie ab ins Forum damit! Ich allerdings sehe das ICH es nur entweder groß ODER mit zwischen ICs geführten Bahnen layouten kann und da ist mir ne kleine Platine 10 mal lieber ;)

Außerdem sind die Bahnen 16 und 20 mil breit und haben ausreichend Isolation zur nächsten um ohne Isolations-/Schutzlack auszukommen.

Und wiegesagt ich als Ätz-Dau ohne Ausrüstung habe 0 (!) Probleme solche Layouts zu ätzen...


So. Liebe Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Boldar am Juli 28, 2010, 20:41:56
Ich habe zufällig genau diese Schaltung, aber ohne Opto-koppler, ohne das hier zu lesen, heute morgen aufgebaut auf eine etwa 50x40mm einseitige Platine.
Ic h konnte deutliches Prellverhalten Feststellen, d.h. man sah sogar das die LED's flackerten. Desweiteren sollte GND auch wirklich geerdet sein, an einer Batterie z.B. funktioniert das fast garnicht.
Ich poste morgen mal das Layout, ich habs gerade nicht hier. Ich habe allerdings 1206 sowie 603 SMD-Teile benutzt, also eher nichts für Anfänger.
Allerdings werden auch da Leiterbahnen zwischen den IC's und smd-R's hindurchgeführt, aber ich muss der kreischwurst zustimmen, wer sowas ätzt, kriegst das entweder hin oder ätzt nicht.
Und man macht ja eine geätzte Platine auch deshalb, weil es möglichst klein ist.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Zodiak1993 am November 1, 2010, 12:14:08
Hallo bin neu hier im Forum und bitte um bissl Hilfe

Will die Schaltung nachbauen allerdings soll sie bei mir mit 8V betrieben werden (außerhalb vom PC) und möchte am Ende bisschen Last schalten so 2-3A.

Genau jetzt meine Fragen:

1. Kann ich mit dem Optokoppler direkt ein Relais ansteuern oder packt das arme Ding das nicht (Datenblatt versteh ich leider nich so ganz da sind einfach zu viele Werte drinnen)

2. Welchen Vorwiderstand benötige ich für den Optokoppler Versorgungsspannung ist 8V ich weiß schon wie man nen Vorwiderstand berechnet aber ich weiß leider nicht mit wieviel Spannung und wieviel Strom der Optokoppler zieht (auch hier wieder ??? mit Datenblatt)

3. Habt ihr nen Vorschlag wie ich das machen soll soll ich den Weg gehen Optokoppler --> Transistor  --> Relais ?

Hoffe ihr könnt mir helfen und seid nich gleich böse weil ich vermutlich alles (außer Frage 3) aus dem Datenblatt herausgefunden hätte

mfg Zodi und danke im Voraus :)


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am November 1, 2010, 20:07:52
Also in dem Fall könnte man vermutlich den Optokoppler weg lassen, und das Relais direkt über einen Transistor ansteuern.
Da "8V"-Relais nicht umbedingt üblich sind, würde ich gedanklich etwas umdisponieren.
Ich würde zwischen Eingangsspannung und Schaltung erstmal einen LM7805 mit den zugehörigen Kondensatoren (siehe Datenblatt).
Nun hast du klare 5V, mit denen du arbeiten kannst. An den "Ausgang" der Schaltung (quasi des MOS) ersetzt du den Vorwiderstand des Optokopplers und den Optokoppler selbst durch einen Transistor mit entsprechendem Basiswiderstand.
Dieser schaltet dann dein Relais. Hier könntest du mit der LM7805-Lösung direkt ein 5V-Relais nehmen ohne ewig zu suchen ob du was bekommst wo die 8V noch im Rahmen liegen.
5V Subminiatur-Relais findet man auch bezahlbar bis 2 oder 3 Ampere.

Das wäre erstmal meine Idee. :)

Ich weiss nicht ob ich dir zu viel zumute, aber mit dem Datenblatt des LM findest du heraus wie er angeschlossen wird und was er noch für Kondensatoren braucht. Den Basiswiderstand des Transistors kannst du mit Hilfe von Google auch selbst errechnen- Tip bei 5V am Eingang hat der MOS4013 am Ausgang rund 4,95V. Darauf und auf die rund 4mA solltest du deinen Widerstand abstimmen.

Bei Fragen oder Überforderungserscheinungen wird dir hier sicher weitergeholfen.

Liebe Grüße und Danke für das Interesse an der Schaltung,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Zodiak1993 am November 1, 2010, 20:24:48
Vielen liebe dank für deine Anwort hast mir jetzt schon sehr weitergeholfen !

Tut mir leid das ich so blöd frage aber wieso sollte ich die Versorgunsspannung denn auf 5V reduzieren ? gehen 6 Volt denn nich auch ? hätte da noch relais rumliegen mit 6 V ;)

Aber ich weiß zufällig das die Relais die ich hab (die mit 6V) seit Jahren auch zuverlässig mit 5V funktionieren (Das Relais schaltet die Hintergrundbeleuchtung meines Fernsehers aus - dieser gibt über denn Service USB nur im angeschalteten Zustand Spannung aus


Und glaubst du nicht das es so auch funktionieren könnte das ich anstelle des Optokopplers einen Transistor hernehme und dann die 8V mit Widerstand für das Relais auf 6V runterkrieg ?

Ich weiß das Widerstand für sowas eingentlich ungeeignet ist da im Einschaltmoment ein höher Strom fließt aber habs glaube ich schonmal irgendwo ausprobiert und hat glaube ich ganz gut hingehaun


Ich erklär dir mal was ich mit der Schaltung vorhab :D
Wir haben bei unserer Haustür so nen elektrischen Türöffner und den Sensor der Schaltung würde ich dann an nee Schraube von der Türsprechanlage setzen
(von dieser zapf ich auch die "blöden" 8V ab ...)

Ich drück halt dann auf die Schraube und kann die Tür öffnen ^^ (vergiss einfach zu oft den Schlüssel)

Denke nich das einer auf die Idee kommt das er auf nee schraube draufdrückt ;) und dabei zusehen lass ich mir auch nich

Hoffe ich zumindestens ^^

Danke fürs Helfen nochmals


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am November 1, 2010, 21:01:49
Also erstmal finde ich die Idee etwas wagemutig...
Ich würde eher eine Schraube im Türrahmen, oder besser einen Minisensor hinter der Tür(bei Kunststofftüren KÖNNTE das klappen) wählen. An keiner allzuexotischen Stelle, nur mit sehr kleiner Sensorfläche an einer für dich merkbaren Stelle...
Oder besser gar nicht machen..
Mir wäre da die Schmuddelheftsammlung zu wertvoll das sie wegen so einer selbst gebauten Unsicherheit ein Langfinger die Bude leerräumt.

Auf jeden Fall würde ich darauf achten das NIE Regen, Tauwasser, Schnee oder so etwas an die Stelle kommt, da das schon ausreichen kann um durchzuschalten, bzw. die Schaltschwelle auf fast 0 zu setzen.. Auch doof wenn die Tür immer bei Regen aufgeht^^


So. Dann nochmal zum Schraubenplan: wenn an der Schraube ein Blech oder ähnliches hängt(wenn auch nur in der Nähe) ist dann das Ganze Blech der Sensor !


Soooo.

Nun zum Eigentlichen.
Auf jeden Fall darfst du die Freilaufdiode am Relais nicht vergessen!

Dann finde ich das mit dem Widerstand etwas unsicher, weil man je nach Sensoreinstellungen etc. doch schwankende Werte der Spannung am Ausgang des Mos hinbekommen kann.
Aber was ne gute Idee wäre, wäre zwischen Transi und Relais eine Zenerdiode:
http://www.modding-faq.de/index.php?artid=301&page=2
bzw. andere Letüre zum Thema.. Die könnte dann was an die 6V haben...
Etwas wie Reichelt#"ZD 6,8" oder "ZD 6,2" reicht hier sicher aus...
(nicht wundern: über 6V, da der Transistor ja einen Drop von 0,7V haben wird)

Damit sparst du dir den Festspannungsregler und hast auch ne höhere Betriebsspannung (->Schaltung geht minimal besser)




Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: StarGoose am November 1, 2010, 21:46:33
man kann sich die relais auch mal ganz genau anschauen. meine mich zu erinnern das einfachstee 5v relais im datenblatt was von 5...9v zu stehen hatten
bei einem nominal auf 6v bezeichneten relais würd ich mal mit geringem aufwand nen vorwiderstand von mir aus noch ranfummeln und dann darauf vertrauen das die ja nur aus robusten drahtwicklungen bestehenden spulen das locker abkönnen

alternativ einfach eine oder zwei dioden in reihe mit dem relais um mit deren dropp bissel was abzumildern
hat man direkt auch schon ne sperrdiode zum schutz gegen rückspannungen in der leitung

aso.. und für ne türöffnung wären wohl 2 unabhängige schaltungen und schaltstellen etwas besser geeignet... oder direkt ein codeschloss oder rfid zugangssystem
wobei man bei letzterem natürlich die rfid karten oder schlüssel anhänger auch dabei haben muss...

anhilfe könnte natürlich auch schaffen sich mal nen festen platz für seinen schlüssel direkt neben der türe zuzulegen und den schlicht immer mitzunehmen :D


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Obi-Wahn am November 2, 2010, 09:27:44
Zitat von: StarGoose $txt[176] November 1, 2010, 21:46:33
wobei man bei letzterem natürlich die rfid karten oder schlüssel anhänger auch dabei haben muss...

Um mal auf diesen Zug aufzuspringen: Es gibt ja auch implantierbare RFID-Chips. Z.B.: http://www.sparkfun.com/commerce/product_info.php?products_id=9416 (So in etwa sieht so was aus, dieses Modell ist aber nicht zum Implantieren geeignet...)
Zum Thema RFID-Türschloss: http://www.instructables.com/id/Arduino-RFID-Door-Lock/


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Zodiak1993 am November 2, 2010, 23:03:51
sooo hab heute mal bissl rumprobiert und herausgefunden das meine spannungsquelle die mir dort zu verfügung stellt alles anderes als berauschend ist

habe 2 anschlüsse einmal 8V AC und einmal 16V DC die 8V brechen auf 5 ein sobald man den Türöffner anschließt und die 16V auf 12V also ohne entsprechende Vorschaltung wäre hier schonmal Schluss :)

muss mal schaun ob der DC Kreis auch den AC Kreis beeinflusst weil dann könnte ich den Türöffner über den AC Kreis laufen lassen (der vertragt beides zwischen 12-24V mit 8 geht er auch noch gut selbst bei 5 ... ^^)

der Türöffner zieht übrigens bei den 8V bzw 5V unter Last "nur 500mA"

Naja morgen kommen die Teile an dann werd ich erstmal die Grundschaltung aufbauen und mir dann Gedanken zusammen mit kreischwurst machen wie ich eine möglich konstante Eingangsspannung hinbekomm.

Wenn das soweit funktioniert ist der "Prototyp" fertig und ich werde die Schaltung erweitern entweder simple mit einer Ansprechverzögerung das man z.B. mindestens 3 Sekunden auf die Schraube drücken muss ... würde schonmal "zufälliges" berrühren ausschließen

oder das ich den für mich etwas schweren weg über die programmierung eines Attiny hinkrieg so das ich nen bestimmen Tastcode eingeben muss


Vielen vielen lieben Dank für die Hilfe ist echt nicht selbstverständlich  :bestens:
(besonders an dich Kreischwurst)


mfg Zodi


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Zodiak1993 am November 17, 2010, 16:15:15
Sooo bissl Zeit ist vergangen jaja ich war fleißig am Löten ;)

Danke nochmal an die Hilfe die Schaltung funktioniert an und für sich perfekt leider habe ich etwas nicht erkannt und zwar das die ganze "Platte" aus Metall ist und nicht nur die Schraube

Ist mir jetzt schon fast peinlich als Mechatroniker nicht zwischen Kunststoff und Metall unterscheiden zu können aber naja 

Auf den Punkt gebracht ich kann die Schaltung für meinen eigentlicher Verwendungszweck nicht verwenden aber hab natürlich gleich nee Idee gehabt was ich damit mach mit der schönen Schaltung

6 Stunden Arbeit später und mein Werk war vollendet ^^ die Platine steuert jetzt ein Stromstossrelais an und ich kann eine Steckdose damit an und aus schalten alles verpackt in einem Gehäuse

Bilder kommen


Leider habe ich noch ein weiteres kleines Problem xD habe an meinem Bett eine "metallstange" an dieser wollte ich das Sensorkabel befestigen leider ist die Empfindlichkeit von einer winzigen Bewegung zur anderen so extrem hoch, dass das Relais immer wieder anzieht --> geiler Discoeffekt ^^

Genau und das ganze sollte meine Lampe ein und ausschalten

Viell. kann mir da noch wer helfen wie ich dieses zuletzt beschriebene Problem wegkrieg viell. ist die Sensorfläche einfach viel zu groß und reagiert deshalb auf jeden S****ß ^^

Hoffe ihr könnt mir helfen
mfg Johannes


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am November 17, 2010, 17:29:12
Na schön das es geht =)  :bestens:

Aud die Bilder sind wir natürlich gespannt!

Was dein Bettproblem angeht, bin ich mir nicht sicher was du eigentlich erreichen willst?

So wie ich das verstehe ziehst du ein Kabel mit Sensor dran am nem Reddel aus Metall entlang. Dieser stört die Schaltung. Wenn das so ist, dann einfach das Zuleitungskabel besser isolieren(schrumfschlauch etc). und den Sensor ein wenig (paar mm) von der Stange weg platzieren.

Wenn allerdings deine Striptease-Stange selbst der Sensor sein soll, ists schwer. Je riesiger die Sensorflächen werden (egal ob großer Sensor oder große Metallfläche in unmittelbarer Nähe zum Sensor) desto störanfälliger werden sie natürlich auch. -> im Ernstfall anderen Sensor(-platz) suchen.

lG,TT


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Datendatenbank am November 17, 2010, 18:33:43
Wollt mal fragen, ob du noch den anderen Teil mit dem Schalter machst?
Dann wär ein Platz auf der Hauptseite praktisch, dann kann man schnell drauf zugreifen und muss nicht immer das Forum durchsuchen.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am November 18, 2010, 08:27:18
Tja machen hin oder her. Die fertige Schaltung flattert ja schon rum. Ich würde es auch gerne mal abschließen und gut ists.

Leider herrscht noch eine gewisse, Ich sag mal Ungewissheit wie beide Schaltungen nun aussehen sollen.

Mir wäre der Wunsch der "breiten Masse" ( :saufen: ) eben wichtig. Um die Schaltung zu optimieren, ich will keine 100 Unterversionen rausbringen.

Die Fragen die bestehen, wären. (in beiden Versionen)

- Molexstecker oder wie aktuelle 2Pin-Anschluss ? (Molex bei Nutzung z.B. als An-Schalter sinnlos. 2Pin, brauch aber oft Adapterkabel)

- Wenn Molex, jumperbar wählbar ob 12V oder 5V Vers.Spannung? (im Schalter hohl, wenn Relais verbaut. Außerdem doof da mehr Bauteile(Vorwiderstände etc) )

- Ist Lötnagel/Direktanlötung eine Lösung die "elegant" genug ist um das Sensorkabel zu verbinden? (Kabel anlöten recht unflexibel, Lötnägel und -ösen jedoch nur im 100er-Pack kaufbar.

- Der Taster verpolsicher mit Triac, oder doch billiger aber bipolar Transistor-OK, bzw. wenn dann gleich NUR mit Transistor (billiger, kleiner)

- Der Schalter mit Relais (klackert, hohe Lasten möglich, aber recht groß) oder mit MOSFET(annähernd gleichteuer, mit Kühlkörper (falls nötig) teurer, dafür keine Geräusche, jedoch Wärmeentwicklung bei hohen Lasten)

- Nur 1x Schaltungen oder auch Mehrfachbeschaltungslayouts (wenn ja, getrennt oder mit im Tut integrieren (nicht mehr so kurzes und knackiges Tut, aber prinzipiell 2-Fach-Schaltung zu teuer und groß wenn man nur eins brauch)

Naja das wären die gravierensten Fragen die zu beantworten wären.
Du verstehst sicher das ich das nicht frei Schnauze machen will und monatlich jemanden ein Alternativbeschreibung erklären muss, weil meine Schaltung zu speziell oder nicht speziell genug ist.
Alle Optionen jumperbar zu integrieren ist natürlich Quatsch, da man so ne fußballfeldgroße Platine bekommt. Klein sollte es schon sein.


Naja wenn Ihr mir sagt, wie Ihr es wollt bzw euch gut vorstellt, könnte ich die restliche Arbeit in absehbarer Zeit machen.


p.s.: der Plan mit dem abgewandelten Taster als Schalter am Ende der Schaltung um das Relais zu befeuern wurde übrigens geändert und die 2 übrigen 4013er Gatter als D-FF (besser gesagt T-FF) missbraucht.

Naja über eine Resonanz würde ich mich riesig freuen, bis dahin liebe Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am November 18, 2010, 09:45:24
Merke dir einen Satz gut: Du kannst es nicht allen Recht machen.

Ergo: Stell es so hier rein, wie du es gebaut hast. Wem das nicht paßt, adaptiert es halt selbst - das ist der Grundgedanke des Moddings.

Also hör auf, dir den Kopf für andere zu zerbrechen und zeig einfach, was du hast.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Zodiak1993 am November 18, 2010, 16:54:51
http://www.imagebanana.com/view/vr7poa7t/Foto1.JPG
http://www.imagebanana.com/view/g646p2p0/Foto2.JPG
http://www.imagebanana.com/view/476aoqjd/Foto3.JPG
http://www.imagebanana.com/view/idt7un3a/Foto4.JPG
http://www.imagebanana.com/code/hnm1mpot/Foto5.JPG

Hier die Bilder freue mich über Lob und Kritik :D

/: Edit es sind die 2 Leisten keine Stange habe es der einfachheithalber aber als Stange bezeichnet um zu vermeiden das die Frage kommt ob das ganze Bett als Sensor fungieren soll ^^


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am November 19, 2010, 09:57:17
@Zodiak: Schön verschachtelt. Die Heisskleberarbeit lassen wir hier mal durchgehen, da es ja funktional und unsichtbar ist ;)

Was das nun für Stangen sein sollen raff ich immer noch nicht und warum die nun auch noch beide Sensor sein sollen schon gar nicht. ???
Wusste gar nicht das man so riesige Flächen als Sensor störungfrei ansteuern kann. Auf die Idee war ich nie gekommen. ;D

Erzähl doch mal bitte was das nun für Flachmaterial das ist und wie du da rankommst um es als Sensor zu nutzen...


@Olaf: wenn es danach geht ists ne minimalistische geätzte Platine die fast nix kann. Ich fand die Idee das als Tut zu gestalten eig. interessant, da man mit wenig Abwandlung was hat wo mehrere Leute Spass dran haben können.
Von daher sollte es auch allen etwas nutzen und nicht nur auf MICH abgestimmt sein. Wäre doch spasslos und egoistisch. Von daher fand ich die Frage nach Vorschlägen nicht so verkehrt.. Wenn einer sagt "Molex wär gut, Adapter stinken", dann habe ich wenigstens einen Anhaltspunkt was gewünscht ist. Rechtmachen muss ichs deswegen noch lange nicht allen ;)

Naja.
Ich habe mir gedacht:

Taster als 1-Kanal und 2-Kanalversion(wenn ich ein vernünftiges Layout hinbekomme) und nur mit Transistor zum durchschalten. Also billig und der Nutzer muss ausprobieren in welche Richtung das Teil dann durchschaltet.
Desweiteren habe ich mich entschieden Goose seinen Wunsch umzusetzen eine optionale LED einzugliedern, welche das durchschalten anzeigt (zum leichteren justieren). Der Taster behält seinen 2-Pin Anschluss wegen der naheliegenden Nutzung als An-/Ausschalter von Geräten (hier wäre Molex Quatsch).

Der Schalter bekommt entweder einen Molex- oder einen Floppy-Anschluss und wird prinzipiell mit 12V befeuert. Ob MOSFET oder Relais weiss ich nach wie vor nicht.
Der Schalter kommt nur ein 1-facher Version, muss also zur Mehrnutzung parallel aufgebaut werden.

So wäre mein Vorschlag. Bei Wünschen schiesst einfach los, ich offen für alles!

Liebe Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Zodiak1993 am November 19, 2010, 15:59:56
@Zodiak: Schön verschachtelt. Die Heisskleberarbeit lassen wir hier mal durchgehen, da es ja funktional und unsichtbar ist Wink

Was das nun für Stangen sein sollen raff ich immer noch nicht und warum die nun auch noch beide Sensor sein sollen schon gar nicht. Huh
Wusste gar nicht das man so riesige Flächen als Sensor störungfrei ansteuern kann. Auf die Idee war ich nie gekommen. Grin

Erzähl doch mal bitte was das nun für Flachmaterial das ist und wie du da rankommst um es als Sensor zu nutzen...



Danke ja der Heißkleber ^^ geht recht gut hält gut günstig und schnell :P
Es gibt keine Stangen habe das nur der einfachheithalber gesagt ... (dumme idee..)
Du wusstest nicht das man soo riesige Flächen störungsfrei ansteuern kann ? Stimmt xD hier liegt mein Problem denke ich die Schaltung macht momentan was sie will sonst geht sie einwandfrei ... ^^ (mit anderem Sensor)

Viell. kann ich dir ja noch bissl helfen:
Selber habe ich 2 Relais verwendet das es bei mir keine Rolle spielt aber ansonsten würde ich auf jeden Fall auf MOSFets setzen Vorteile liegen ja klar auf der Hand

Dann siehst du auf einen Bild das ich das Sensorkabel steckbar gemacht habe funktioniert einwandfrei!!! finde das echt genial :D (eigentlob stinkt)

Außerdem würde ich direkt auf die Platine (für Verwendung im PC) eine Molexbuchse verbauen...Jumper inklusive um zwischen 12 und 5V zu wählen
Habe "deine" Schaltung (hehe mittlerweile ist sie mein ;)) mit mehreren Spannung ausprobiert funktioniert zwischen 3V und 15V einwandfrei weiter wollte ich nicht gehen ^^ Empfindlichkeit bleibt immer gleich
funzt super

Led zur Justierung würde ich noch nee kleine mit 3mm draufklatschen mit ner Z-Diode davor

Bei Fragen stehe ich dir natürlich gerne zur Hilfe und probier dir zu Helfen das mal die "Final Version" auf der Hauptseite landet ! 



Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: StarGoose am November 19, 2010, 17:17:07
die floppy anschlüße sterben doch sowieso aus
man könnte ein layout machen das im rastermaß 2 (3) lötpunkte hat
dort können als platzsparende varianten direkt kabel angelötet werden oder z.b. lüfteranschlüße verbaut werden
(oder wenn man es mal erhältlich ist sata buchsen)

als varianten könnte man dann mit mehr platzbedarf direkt verbaute molex buchsen vorsehen und dort eventuell sogar eine lötbrückenvariante für verschiedene spannungen
(dann auch mit einer auflistung der bauteiländerung)
das könnte dann aber im weiteren verlauf eines threads ausgeführt werden bzw. die geringen änderungen an diesen stellen könnten einmalig ausgeführt und aufgezeigt werden

genauso "modular" könnte man auch die leds ausführen die kann man ja verbauen oder halt weglassen. der aufwand das darzustellen ist minimal (wenn sie im layout und schaltplan einmal vorgesehen sind)

auch den leistungsteil könnte man eventuell so anordnen das dort eine erweiterung des layouts auf relais und andere bauteile und anordnungen recht einfach möglich ist


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Water am Januar 29, 2011, 19:11:29
Abend,

hat sich schon jemand Gedanken über eine Version mit Relais gemacht, oder vielleicht schon gebaut? Das wäre echt super, da ich genau so etwas seit langem suche ;) Allerdings müsste das Relais angezogen bleiben, da es als "Schalter" fungieren soll. Wenn das nicht so ohne weiteres möglich ist würde ich die Schaltung mit der "Taster als Schalter" Schaltung kombinieren. Da müsste dann allerdings auch der Transistor durch ein Relais getauscht werden, da mir 500 mA einfach nicht ausreichen :( Da wiederum bräuchte ich aber auch Hilfe, da ich im Bereich Schaltungen erstellen sehr wenig Ahnung habe, mein Wissen beschränkt sich da eher auf das Löten und Interpretieren :)

Es wäre sehr nett wenn mir da jemand was zu sagen könnte, es juckt mir schon in den Fingern :D

Ist übrigens ein sehr sehr gutes Tutorial von dir Kreischwurst!!! Ich werde auch die "Standardversion" mindestens einmal bauen für das DVD-Laufwerk.


Gruß


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Januar 30, 2011, 15:34:24
Hallo. Erstmal danke fürs Interessen und vor Allem für das Lob =)

Ich habe einen funktionierenden Aufbau auf dem Steckbrett, wo stumpf am Ausgang des Optokopplers das Taster-als-Schalter-Teil aus dem Tutorial der Hauptseite kommt. Und hinter den Transistor ein Subminiatur-Relais.
So geht es. Ich wollte das aber nicht als finale Schaltung akzeptieren, da es sinnfrei viel gefummel mit den beiden Trimmern dann ist (erst Schaltschwelle eichen mit Präz.trim. dann noch das T-a-S-Tut... Ebenso ist der Optokoppler dann relativ sinnfrei. Dazu kommt, das man schon manchmal nen Prellverhalten feststellen muss, was aber mit einem RC-Glied recht schnell behoben war (wenn auch noch nicht perfekt.. Hier hilft vllt etwas Trial-and-Error.

Wenn du es flott brauchst, kannst du ja selbst die beiden Tuts zusammenwurschteln und hinten das Relais dran.

Für die irgendwann kommende Version 2 der Schaltung ist noch kein konkreter Plan entstanden. Ich dachte vllt mit MOS4013ern ein T-Flipflop zusammengewurschtelt und die Ausgänge nur verstärkt. Dann ne kleine Version mit Mosfet am Ausgang und eine große mit Relais.

Wäre natürlcih schön wenn sich evtl noch engagierte Forenmitglieder mit helfen würden, denn Zeit ist mittlerweile ein kostbares Gut geworden :)


Erstmal Liebe Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Water am Januar 30, 2011, 16:17:28
Bitte, Du hast es definitiv verdient :)

So hätte ich es gemacht, ob ich da nun etwas mehr dran fummel oder nicht ist mir ehrlich gesagt relativ Banane, wird sowieso recht lange dauern :( Auch ein paar Bauteile zu viel oder zu wenig sind mir recht egal, Platz habe ich mehr als genug!

Okay, der Begriff "Prellverhalten" ist mir unbekannt, ich höre ihn hier ja des öfteren, google hat mich allerdings auch nicht weitergebracht.

Beim RC-Glied und beim Relais (Freilaufdiode) bräuchte ich auch nochmal Hilfe, wie gesagt ich bin da nicht so bewandert...

Tja, die Zeit... Glücklicherweise habe ich jetzt erstmal zwei Monate Urlaub :)

Ich könnte mich da als Tester anbieten, allerdings bräuchte ich da halt Lötanweisungen... Dann macht das keinen Sinn mehr :( Ich habe eigentlich Zeit, allzu lange würde ich aber meines Urlaubs wegen ungerne warten, von daher bleibt mir wohl nur die erste Lösung.

Gruß


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: loomx am April 10, 2011, 11:35:04
So, ich habe mich auf die schnelle auch angemeldet, um kurz Danke sagen zu können, Kreischwurst  :bestens:. Deine Schaltung findet man zwar an 3-4 anderen Stellen im Web, aber Du hast das Ganze nochmal schön für Elektronik-Greenhorns (wie mich  :o) aufbereitet, so dass der Nachbau keine größeren Probleme mache.
Mein finales Werk sieht übrigens so aus: (http://www.abload.de/thumb/img_0001en0l.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=img_0001en0l.jpg). Und tut exakt das, was es soll. Kleiner Tipp am Rande bezüglich Lötstift für Sparfüchse: wenn man nur einen braucht kann man bei Reichelt Artikel WAGO 243-131 nehmen. Ist ein einzelnes Exemplar für 4 Cent. Zum Anschluß habe ich mich der abgebildeten Zwergstecker bedient.
Zwei Fragen bzgl. der 5 Volt "Version" aber noch:
1. ich habe den 4n35 Optokoppler genommen. Wegen der Anpassung des Widerstands: habe ich es richtig verstanden, dass ich einfach die Daten der Infrarotdiode im Optokoppler aus dem Datenblatt entnehmen kann (z.B. 1.1 Volt V Forward bei 10mA) und den Widerstand für 5 Volt Versorgungsspannung berechnen muss? Bei den Werten also um die 400 Ohm? Ich habe im Augenblick einen 1k drin, welcher bei 6.5 Volt einwandfrei funktioniert. Will nur sicher sein, damit es mir nicht irgendwann den Optokoppler zerlegt...
2. weißt Du zufällig, ob zum "Abgriff" des Standby-Stroms der Lila-Pin plus irgendein Ground-Pin ausreicht, oder muss es bei letzterem ein bestimmter sein? Sonst werde ich mir mal ein Multimeter schnappen und messen müssen  ;).
Und wie gesagt: Dank Dir für Dein Tutorial.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am April 11, 2011, 12:05:53
Hallo, danke für das Lob. Hör ich immer gern :D

Also zu 1.)

Nach meinen Tests steuert der Transistor mit dem 1k8 Ohm Widerstand auch bei 5V noch sauber durch. Ich habe für meine Tests da nie etwas dran geändert. Sollte das bei dir aus welchen Gründen auch immer nicht gehen hast du Recht, dann kannst du die Diode im 4N35 genau wie eine LED betrachten, deren Vorwiderstand du für 5V Versorgungsspannung betrachtest.
Bei Rechenunlust sollte es aber auch Try-and-Error-mäßig reichen wenn du ihn durch einen 1k5, 1k3 oder 1k ersetzt und guggst ab welchem er sauber durchsteuert..
Aber wiegesagt... Bei mir funzte es stets auch mit dem für 12V berechneten :)

zu 2.)
Du kannst hier jede x-Beliebige Masse nehmen. Schwarze Ader vom Floppy, Molex oder dem ATX-Stecker. Vollkommen boogy, nur vom gleichen Netzteil sollte es kommen.



Dann sind die WaGo-Lötstifte ideal!!! Die kannte ich noch gar nicht! Vielen Dank für den Ratschlag, in der Finalversion (mit Tut auf Hauptseite) werde ich diese gleich empfehlen.
Tausend Dank..

Was für einen Zwergstecker hast du denn genutzt? Gibts sowas überhaupt auf 1mm?

p.s.: ratet mal wer schon einen funktionierenden kapazitiven SCHALTER auf dem Schreibtisch hat. Ich hatte mich letztens mal drübergesetzt und bin zu einer sehr feinen Lösung gekommen. Leider fehlt mir die Zeit das Tut dazu zu schreiben. Werdet ihr euch wohl in den Sommer rein gedulden müssen.


Mit freundlichen Grüßen,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: loomx am April 11, 2011, 23:49:41
Zitat von: TT_Kreischwurst $txt[176] April 11, 2011, 12:05:53
Hallo, danke für das Lob. Hör ich immer gern :D

Bitte schön :). Und danke für das Beantworten der Fragen (bzw. Bestätigen meiner Annahmen ;)).
Kleine Info am Rande: das Ding soll bei mir tatsächlich den Powerknopf am Rechner ersetzen. Derzeit baue ich mir ein eigenes Gehäuse aus Acrylglas/Plexiglas (wobei das z.Z. nicht in die Gänge kommt) und an der Front soll eben jener Sensor gehängt werden. Nur um das Feintuning des Trimmers werde ich mich noch kümmern müssen: wäre ja doof, wenn man nur an das DVD-Laufwerk will und man aus versehen den Rechner abschaltet   :o
Zitat:
Was für einen Zwergstecker hast du denn genutzt? Gibts sowas überhaupt auf 1mm?
Das war Reichelt Stecker bzw. Buchse ZS 26 bzw. ZB 26. Mit dem Ding bist Du bzgl. der Kabel-/Lötstiftdicke sehr flexibel. Fixiert wird der eingeführte Leiter über eine seitliche Schraube. Kannte ich noch aus Fischertechnik Zeiten (lang, lang ist's her...  :( ). Ganz glücklich bin ich damit aber nicht, da die Buchse ein kleines bißchen wackelig ist (der Kontakt ist aber einwandfrei), aber blöderweise die beiden Teile zusammen gesteckt gute 2cm in die Höhe gehen. Falls Dir/jmd. anderen noch eine Lösung einfällt, wie man eine schlanke, schnell abnehmbare Verbindung zum Sensorplättchen hinbekommt: bitte immer her damit.
Zitat:
ratet mal wer schon einen funktionierenden kapazitiven SCHALTER auf dem Schreibtisch hat.  (...) Werdet ihr euch wohl in den Sommer rein gedulden müssen.

Ja, bitte lass Dir Zeit. Ich habe noch zwei andere Schaltungen parallel gemacht und kann im Augenblick keinen Lötkolben mehr sehen (wobei man die Lochrasterplatte mit ein wenig Übung wirklich gut bearbeiten kann). Wenn ich mal einen solchen Schalter brauche, wäre das doch ein guter Kandidat. Freue mich schon...


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: StarGoose am April 12, 2011, 00:09:29
gegen unbeabsichtigtes betätigen kannst du auch 2 davon nehmen hintereinander.
erst wenn beide betätigt sind (sensoren natürlich etwas auseinander) hast du wirklich den powertaster gedrückt

natürlich kann man im bios auch power off auf 3sek stellen und im windows garnix tun lassen beim betätigen ;)


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am April 12, 2011, 10:43:57
Bzgl. Feintuning: Hier würde ich sehr kleine Sensoren Nutzen (z.B. Hohlniete, Schraubenkopf, Cu-Kabel-Kringel).. Nur eine dünne Litze zum Anschliessen des Sensors (kein NT-Kabel oder was in der Art). Dann eben so eingestellt das es nötig ist großflächig (voller Fingerabdruck z.B.) zu tasten.
Ich denke nicht das es bei ordentlicher justierung Probleme geben sollte. Es hilft natürlich versch. Sensoren mehr als 3mm auseinander zu platzieren :D

Bzgl. Der Anschlüsse: Ich finde kein Datenblatt, kann man bei den STECKERN oben weitere STECKER reinstecken oder ist da nur die Schraubklemme?
Wenn man die Stecker hintereinander stecken kann würde ich an die Stelle des Lötnagel ein 3mm Loch bohren und einen Stecker reinstecken an der Platinenunterseite verlöten und oben dann einen 2. Stecker reinstecken, an welchem das Sensorkabel hängt ;)

liebe Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: loomx am April 13, 2011, 11:14:47
So, danke für die Anregungen.
Zitat von: StarGoose $txt[176] April 12, 2011, 00:09:29
gegen unbeabsichtigtes betätigen kannst du auch 2 davon nehmen hintereinander. (...)

Hmm, ich denk, das wäre ein wenig Overkill mit zwei unabhängigen Schaltungen oder einer modifzierten erweiterten Schaltung mit Nutzung aller Gitter/Flipflops. Aber dieser Schalter wäre dann mal extrem sicher :).
Zitat:
natürlich kann man im bios auch power off auf 3sek stellen und im windows garnix tun lassen beim betätigen ;)

Die Leute von Intel, die mein Board designed haben, kennen wohl diese Verzögerung nicht  :(... Eine solche Option habe wenigstens ich im Bios/EFI nicht finden können.

So, die Ideen von Kreischwurst habe ich auf die schnelle mal umgesetzt:
Zitat:
Hier würde ich sehr kleine Sensoren Nutzen (z.B. Hohlniete, Schraubenkopf, Cu-Kabel-Kringel).

Ich habe jetzt mal die dünnste Litze genommen, welche ich gerade da hatte (ich glaube 0.14 mm^2). Am anderen Ende habe ich dieses dann großzügig abisoliert und das Kupfer um eine "geköpfte" m3 Schraube gewickelt. Fixiert wird das ganze durch eine Mutter. Viel Masse ist da jetzt nicht mehr :P.
Zitat:
Ich denke nicht das es bei ordentlicher justierung Probleme geben sollte. Es hilft natürlich versch. Sensoren mehr als 3mm auseinander zu platzieren.

Ich habe mal einen kurzen Testaufbau gemacht und ich denke, der "idiotensichere" Taster funktioniert. Das Ding scheint aber verdammt sensibel auf Veränderungen am Trimmer zu reagieren (was wohl der Grund für Deine Empfehlung des 25 Gang Trimmers ist). Egal, ich lasse einfach mal ein paar Bilder sprechen:
(http://www.abload.de/thumb/img_0004ejqr.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=img_00016jxb.jpg](http://www.abload.de/thumb/img_00016jxb.jpg)[/url]
[url=http://www.abload.de/image.php?img=img_0003pj6t.jpg](http://www.abload.de/thumb/img_0003pj6t.jpg)[/url]
Bevor jemand fragt: die Platine ist auf dem zukünftigen Festplattenhalter (bis zu 3x 2.5er) fixiert. Ja, das Ding sieht für seinen Einsatzzweck abenteuerlich aus, aber die Konstruktion und Fixierung der Platten funktioniert blendend. Die zweite Platine ist  eine Art "Terminal" für die HDD und Power LED. Der (total überdimensionierte) MOSFET verhindert schaltungstechnisch eine Verpolung (wobei ein Widerstand noch rauskommt und der andere etwas weniger schief hingerichtet werden muss). Ich weiß: ein kleiner Hardwareschutz oder Diode hätte es wohl auch getan (wobei für die verpolungssicheren Stiftleisten eine Crimpzange anzuraten ist, welche ich nicht habe), aber so geht's auch. Typisch Spielkind eben  ;D.

Ach ja, wegen der Stecker: hier habe ich es mir jetzt ganz einfach gemacht. Ich habe die Buchse auseinandergenommen und zum Vorschein kommt dann eine Art Hülse. Nach dem Brechen meines Vorsatzes, diese Woche keinen Lötkolben mehr in die Hand zu nehmen, wurden dann einfach die beiden Litze eingelötet. Die Buchse wird nun einfach mit der Schraube  am Lötstift fixiert und die Höhe entspricht jetzt nun fast 1:1 dem Trimmer. Ergo, kein Problem. Warum ich auf diese Triviallösung aber nicht gleich gekommen bin... Hier noch ein Detailbild zu den "Sensoren" und der verlöteten Buchse (leider schlecht fotografiert): [url=http://www.abload.de/image.php?img=img_0004ejqr.jpg)

So, vielleicht helfen meine Erfahrungen ja anderen weiter; vor allen denjenigen, die Angst haben/hatten, das Ding als echten Powerknopf zu nutzen. Vielen Dank nochmal an Kreischwurst und im Herbst geht's dann mit dem Schalter weiter  :bestens:...


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am April 13, 2011, 22:44:45
Tja. Was soll man dazu noch sagen?

(Ich meine außer: "Saucoole Geschichte!")


Wegen Crimpzange: die PSK-Kontakte kann man auch einfach an die Litze anlöten und fertig ist der Lack... Ich mache das seit ich mit Elektronik angefangen habe und nie gab es Probleme damit (viele Angsthasen fürchteten das ja, wegen der spröden Lötstelle und der wechselnden Beanspruchung). Die Kontakte haben ja hintereinander 2 Nasenpaare. In das Vordere klemme ich mit der Zange die abisolierte und vorverzinnte Litze. Dann Anlöten und das Hintere Nasenpaar zum zusätzlichen Festhalten der Isolierung. Klingt kompliziert -  is aber ganz einfach :-)

Liebe Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: RainerBetrug am Dezember 5, 2011, 23:43:43
Hallo Community habe als Neuling mal 2 Fragen an euch und ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

1. Wie weit müssen 2 Taster Sensoren Kupferplatten 2 x 2 cm auseinandersein das sie einzeln und ohne sich zu beeinflussen nicht stören.

2. Wen man diesen Taster zum Schalter machen will müsste man eigentlich nur http://www.pollin.de/shop/dt/ODk4OTgxOTk-/Bausaetze_Module/Bausaetze/Stromstossrelais_Bausatz.html[/url] oder [url]http://www.pollin.de/shop/dt/NTU5OTgxOTk-/Bausaetze_Module/Bausaetze/Bausatz_Relaiskarte_K1.html hinten dran hängen sehe ich das richtig. Letzteres wäre mir lieber weil weniger zu löten.

Dickes danke an TT_Kreischwurst habe ungefähr 1 Jahr nach einer einer bezahlbaren Lösung für kapazitiver Taster/Schalter gesucht bis jetzt, danke.



Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Dezember 9, 2011, 13:21:21
Hallo :)

Also mit der Entfernung ists nicht so leicht zu sagen. Das kommt immer drauf an. Nach meiner Erfahrung gilt:

- Je dicker das Blech ist, um so Störanfälliger ist es zu anderen Sensorflächen, also lieber 0,5er -0,8er Dicke, nicht 2mm.
- Je sensibler der Trimmer eingestellt ist, um so Störanfälliger ist es. Also sagen wir mal du willst deine beiden Sensoren 2cm auseinander platzieren, so würde das durch 2mm Plexi oder Kunststoff gehen, durch 3cm dickes Eichenholz hingegen wohl nich (ohne Störungen)
- Je besser die Kabel isoliert sind, desto weniger Störanfällig ist es. Also wenn die sensitivität zu hoch eingestellt ist, lieber noch 2 oder 3 lagen schrumpfschlauch um die Litze.
- Je weiter die Kabel von einander und zur Masse entfernt sind, desto besser. Also ruhig bei den Kabeln (von den Sensoren zur Schaltung) 5mm Abstand lassen und nicht genau an großen Kapazitäten langlegen (also nogo: kaum isoliertes kabel genau am Gehäuseblech langlegen)

Also zusammenfassend. Wenn du deine Kabelisolierung ggf. mit Schrumpfschlauch oder ähnlichen erweiterst, kein allzu dickes Kabel nimmst, das Sensorkabel nicht an große Metall/Blechflächen anlegst sind keine Störungen zu erwarten.
Wenn du nur wenig Material (2-5mm Kunststoff oder gar nur 1 Lackschicht oder das Blech direkt berühren willst) zwischen Sensor und "Finger" hast, denke ich sollte zwischen den beiden 2x2cm-Sensoren 1cm Abstand noch realistisch sein. Evtl sogar weniger. Bei dicken Material dazwischen (z.B. 20mm dickes Holz/Plaste/Glas) ist vermutlich nicht damit zu rechnen das es unter 3cm Abstand störungsfrei funzt.

Im Zweifelfall geht immer Probieren über Studieren ;)

Deine Schaltungen würden wohl gehen. Also zumindest fällt mir aus dem Stehgreif nix ein, warum es nicht gehen sollte.
Mein Plan zum Schalten war eben ein anderer, für das Schalt-Tut wollte ich eben eine Lösung die nicht mechanisch ist, also kein klackerndes Relais und vorallem im Eigenbau und günstiger... Aber für deinen Anforderungen (gerade als Lötmuffel) sollte es wohl genügen :)

Danke für dein Interesse, ich hoffe ich konnte helfen.
Liebe Grüße und frohes Basteln, TT_Kreischwurst

p.s.: Poste ruhig deine Fortschritte, auf soetwas sind wir heiss ;)


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: patteb am Dezember 10, 2011, 14:08:38
Zum Thema Schalter:

Der Klassiker ist dafür natürlich ein JK-Flipflop, aber da ihr ja sowieso schon ein Gatter eines 4013 (Pro 4013 sind zwei D-FlipFlops verbaut) benutzt, nehmen wir einfach das:

Ein D-Flipflop wechselt immer beim Erhalten eines Taktes (in deinem Fall der Ausgang Q des ersten Gatters) in den Zustand der bei "D" anliegt. Der FlipFlop hat zwei Ausgänge: Q und NICHT Q. Wenn man nun NICHT Q mit D verbindet, wechselt der FlipFlop pro Takt immer seinen Zustand.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Dezember 12, 2011, 11:20:32
Is klar, geht nur eben nicht. ;D

Ich weiss grad gar nicht ob irgendwo im Forum noch der entsprechenden Thread herumgeistert... Jedenfalls hab ich das Ganze schon mit MAK und anderen Kameraden diskutiert. Beim Aufbau der (am PC durchsimulierten) Schaltung stellte sich eben raus das es nicht geht^^
Obs nun an unsauberen Flanken oder was auch immer liegt sei nun mal dahingestellt, jedenfalls ist es nicht ganz so trivial.

Auch so hat man dann ja ne geschaltene Leistung von sensationellen 5mA, turnt auch nicht.

Ich meine ist alles kein Hexenwerk, das bisschen Peripherie ist ja auch kein Akt. Aber man muss es eben einfach mal machen. Und die Zeit habe ich gerade nicht. Einen funktionierenden Prototypen zu entwickeln und aufzubauen ist in 10-20 Stunden gefressen (zumindest mit meinen Wissen, andere brauchen vermutlich 1h ;D ) aber den kompletten Rattenschwanz hinterher zu ziehen das dauert eben. Man unterschätzt das leicht, was so ein Tutorial für eine Arbeit macht.
Da ich gerade in meinem Studium gefordert werde ist es eben schwer die Lust aufzubringen. ;)
Aber nunja, wird schon mal noch in absehbarer Zeit passieren. Und wenn ein anderer engagierter Bastler sich dran versucht oder hilft indem er funktionstüchtige Schaltungen erbaut und ausreichend lange/ausdauernd testet geht es natürlich schneller das Kapitel abzuschließen ;)

Vorerst liebe Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: LesSV am Januar 26, 2012, 22:32:33
Hey Leute!



Zunächst einmal: Ich bin blutiger Anfänger, was Stromkreise, Modding etc. betrifft, also bitte steinigt mich nicht, wenn ich was dummes sage  ;D
Also dieser kapazitiver Sensor ist quasi mein Einstieg in die Materie und es hat alles relativ gut geklappt, blos stehe ich nun vor einem Rätsel. Hab alles so gemacht wie beschrieben und den Sensor ausprobiert. Ich schalte den Präzisionstrimmer also auf 0 Ohm und starte meinen PC und siehe da - die LED leuchtet. Ich erhöhe den Widerstand und die LED leuchtet immernoch, ich kann so oft drehen wie ich will - die LED leuchtet einfach immer weiter. Ob ich den eigentlichen Sensor, den ich bei der SIG Stelle eingelötet hab nun berühre oder nicht - das ändert rein gar nichts am Zustand der LED, sie leuchtet munter weiter. Hat jemand eine Erklärung parat? Ach und was mir noch aufgefallen ist: Die Platine wird nach einigen Sekunden sehr sehr heiß, was hat das zu bedeuten?


lG LesSV


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am Januar 27, 2012, 11:12:53
Das du einen Lötfehler gemacht hast. Elektronische Bauteile, die (sofern nicht gerade für Leistungselektronik designt) heiß werden, sind immer ein schlechtes Zeichen. BTW, üblicherweise ist das heiße Bauteil dann auch mehr als defekt.

Falls sich was in unseren Schaltungen über Gebühr erhitzt, weisen wir stets ausdrücklich darauf hin. Im Tutorial steht aber nichts davon, das irgendwas warm oder gar heiß wird.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: LesSV am Januar 27, 2012, 16:18:05
Danke für die schnelle Antwort!
Ich mache heute abend oder spätestens morgen ein paar Bilder, vielleicht sieht jemand meinen Fehler. Ersatzteile hab ich sicherheitshalber mitgekauft, ich versuche aber zunächst einen Fehler beim Löten zu finden.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: LesSV am Januar 29, 2012, 15:40:44
Also hier die Bilder. Sieht jemand spontan i-welche Fehler? oder kalte Lötstellen? Ist mein erstes Projekt, bin also für Tipps und Kritik dankbar :)

Edit: Den Optokoppler hab ich mit Absicht abgezogen, also er ist auf jeden Fall vorhanden.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: StarGoose am Januar 29, 2012, 15:52:02
die bilder sind leider nicht hochauflösend genug um alles richtig anzuschauen
(und auch leicht unscharf)

bitte überprüfe (mit der lupe) alle lötflächen auf unbeabsichtigte kontakte zum nachbarn
vielleicht auch mal mit einer messerspitze alle zwischenräume abkratzen um sicherzustellen das da nichts ist
(danach die späne ordentlich entfernen)

und mal nachschauen ob wirklich überall durchgehender kontakt besteht wo welcher sein sollte


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: LesSV am Januar 29, 2012, 18:25:18
Wird gemacht! Noch eine Frage: Wieso ist die gelötete Seite so "klebrig" ? Sieht aus wie eine Art Flüssigkeit / Überzug. Kann bzw. soll ich das entfernen?


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: StarGoose am Januar 29, 2012, 19:08:34
das sind reste des im lot enthaltenen flussmittels
http://de.wikipedia.org/wiki/Flussmittel_%28L%C3%B6ten%29

kann mit alkohol entfernt werden (bevorzugt Spiritus) oder "speziellen" flussmittelreinigern aus dem elektronik bedarf


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am Januar 29, 2012, 22:18:16
Das Flußmittel ist übrigens elektrisch nichtleitend. Mögliche Ursache also bereits eliminiert ;)


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Februar 1, 2012, 09:03:56
Hallo.

Schön, dass du Interesse an der Schaltung hast!
Deine Schaltung sieht so im Grunde nicht verkehrt aus. Besser löten könnt ich auch nicht ;) .

Das mit der Flussmittelentfernung kannst du dir denke ich mal sparen. Da du den Widerstand des Trimmers messen konntest gehe ich einfach mal davon aus, dass du ein Multimeter hast.
Damit kannst du folgendes unternehmen: Wie Goose schon sagte die Kontakte prüfen. Also die ICs aus den Sockeln ziehen und nach dem Schaltplan guggen wo ist Durchgang, wo Widerstand und wo isoliert es.
Beispiel:
An der Fassung von der IC MOS4093 hälst du deine Messspitze an Pin 1 und tippst alle anderen Pins mit Messpitze 2 an. So sollte 0Ohm bei Pin2 sein. Pin 10 hingegen sollte dazu isolieren also "1" oder "HH" oder so anzeigen. Wenn zu Pin 1 die 3 Pins 3, 5 und 6 prüfst sollte je 33000 Ohm anliegen.

(Die Pinnummern hab ich dir vorsichts- / Einfachheitshalber mal angehängt - welcher Pin gemeint ist, steht im Schaltplan mit dran)

Und so weiter und so fort bei der ganzen Schaltung. Durchgang ist quasi alles unter 5 Ohm (Leitungswiderstand, Kontaktwiderstand kann eben ein wenig von der exakten 0 abweichen, kommt aber aufs Gleiche. Bei den Widerständen sind 5-10% Streuung vom Sollwert noch OK.

Das Ganze wird vllt ne halbe Stunde dauern, aber wenn es sorgfältig gemacht wurde sind schonmal viele Fehlerquellen auszuschließen (Kurzschluss unter d. Platine oder sowas zum Beispiel)

Andere mögliche Fehlerquelle:
-> Platine im Betrieb auf Blech gelegt ;D

oder etwas realistischer:
Widerstände vertauscht oder die falschen genommen. Das solltest du bei obigen Test ja rausfinden. Hier spezielles Augenmerk auf: ist es wirklich 33kOhm (also 33000 Ohm) oder doch nur 33Ohm oder 33MOhm... usw.
Hier passieren mir auch manchmal paar Fehler ind er Hitze des Gefechts. :)

Interessant wäre noch was warm/heiss wird.

Wie Olaf schon sagte sollte hier absolut gar nix auch nur ansatzweise warm werden.
Wenn es die ICs sind sind sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Eimer. Aber tauschen bringt ja solange auch noch nix, wie man die Ursache noch nicht gefunden ond behoben hat...

Vorerst liebe Grüße und viel Erfolg,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: LesSV am Februar 3, 2012, 19:21:09
Danke für den super Beitrag!
Ein Multimeter habe ich nicht, aber da ich sowieso vorhatte mir eins zu kaufen, passt das ziemlich gut. Ich werde auf jeden Fall ausprobieren was du mir empfohlen hast. Die Platine lag auf dem Holzboden, als ich es getestet hab (und nein, an dieser Stelle war nicht zufällig eine Pfütze :D )

Die Bauteile werd ich nochmal überprüfen, danke für den Hinweis!

Soweit ich das beurteilen kann, geht die Hitze tatsächlich von einem der ICs aus.
-> wird aber nochmal überprüft.

Ich hab noch die Theorie, dass ich einfach zu lange gelötet hab und die Bauteile zu heiß geworden sind und einen Defekt haben. Hab das mal in irgendeinem Löt-Tutorial aufgeschnappt, dass man nicht länger als 2-3 Sekunden löten sollte und ich hab bei manchen Verbindungen etwas länger gebraucht. Das könnte aber nur beim Sockel passiert sein, da ich die ICs beim Löten nicht aufgesteckt hatte.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: StarGoose am Februar 3, 2012, 19:35:04
da die ic gesockelt sind und du die nicht eingesteckt hattest kann es daran nicht liegen

allerdings können die ic ja auch mal von haus aus defekt sein oder durch elektrostatische entladungen zerstört worden sein

die widerstände könntest du auch nochmal ganz genau nach ihren ringmarkierungen auf korrekte werte checken (noch ohne multimeter)
manchmal werdend ie kleinen biester auchmal verwechselt oder man hat ne fehllieferung

wenn alles passt und du ersatz für die ic hast könnte man das risiko ja mal eingehen es einfach zu probieren (so du den verlust weiterer bauteile verkraften kannst)
optisch sind ja keine lötfehler zu erkennen und wenn du die zwischenräume auch abgecheckt hast....

nochmal genau schauen das auch die versorgungsspannung nicht verpolt ist oder da zu hohe spannungen anliegen oder das vielleicht ausversehen ein wechselstromnetztteil genommen wurde ;)


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: PauleB am Februar 9, 2012, 14:06:45
hallo,
ich bin auf der Suche nach einem Touch Power Schalter für mein neues Pc Case auf diesen Thread gestoßen...
Jetzt möchte ich die Schaltung gerne nachbauen, hab jedoch keine Ahnung was für Kabel oder Sonstiges ich noch benötige um das ganze an meinem PC anzuschließen.

Könntet ihr mir da bitte weiterhelfen inform einer Einkaufliste bei Reichelt für 2 Schaltungen oder einfach mit einer Auflistung.

Vielen vielen Dank.

PS: ich hab wirklich keine Ahnung von Elektronik^^


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am Februar 9, 2012, 21:43:21
Erst lesen, dann posten. Bestelliste von Reichelt steht im Tutorial.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: PauleB am Februar 10, 2012, 09:05:16
Das ist mir schon klar, aber ich brauch ja noch weitere Kabel um das ganze mit dem Pc zu verbinden oder nicht?


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am Februar 10, 2012, 09:47:50
Auch auf die Gefahr, jetzt unhöflich rüberzukommen: Aber müssen wir tatsächlich noch da hinschreiben, das man zwei Drähte zur Stromversorgung und zwei Drähte für den Schaltkontaktanschluß braucht ?

Zumindest soweit sollten die Elektronikkentnisse reichen, um das zu erkennen. Ebenfalls sollte man genug Wissen haben um zu sehen, das in der winzigen Schaltung keine dutzenden Ampere fließen, die Dicke der Drähte also völlig irrelevant ist. Einzig zugestehen mag ich, das man den Suchbegriff "Litze" nicht kennt. Aber damit sollte wirklich genug gesagt sein, um das ins Suchfeld von reichelt.de eingeben zu können und das passende dann herauszufinden.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: PauleB am Februar 10, 2012, 16:58:34
Auf die Gefahr hin unhöfflich zu sein: Ist es dumm nachzufragen?
Ich hab mich noch nie mit Elektrotechnik beschäftigt, hab daher wie gesagt nicht wirklich Ahnung von dem ganzen. Vielleicht hab ich mich auch ein wenig falsch ausgedrückt.
Mir war nur nach durchlesen des gesamten Threads nicht klar wie ich die Schaltung mit Strom versorgen soll... Es ist mir klar das ich das Netzteil meines PC's anzapfen muss, aber wie ich des ganze machen soll weiß ich eben nicht.

Naja wie gesagt sind das für Leute die sich auskennen Selbstverständlichkeiten, aber für andere nicht...

Wenn dir die Frage zu dumm erscheint geh bitte einfach nicht darauf ein!


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: StarGoose am Februar 10, 2012, 18:51:33
ohne das es unhöflich sein soll oder dich vor den kopf stoßen soll (falls es das doch tut dann entschuldigung)

bitte zuerst selber nachdenken! ... (ja danach kommt erstmal ne weile nichts) ... und dann
im netz suchen / die wiki befragen / unsere Hauptseiten Tipps und Tricks anschauen (Atx Pinbelegung und Lötanleitungen) / nen Freund oder die Eltern oder den Physiklehrer fragen
(oder die sendung mit der maus? ^^)

auf den tut bildern und denen hier im netz sind dochwohl auch anschlußkabel (genauer einzellitzen)zu erkennen.. genauso wie wenn du mal deinen power oder resetknopf im gehäuse angeschlossen hast du gesehen haben dürftest das da auch dünne litzenadern an den steckern sind die aufs mainboard gesteckt werden
(ansonsten steht das mit sicherheit auch im handbuch des gehäuses und des mainboards explizit eventuell sogar bebildert drinne)

der rest ist 2sek nicht alles vorkauen lassen sondern selber nachdenken
übrigens eine tätigkeit die wir von den usern hier im allgemeinen als vorrausetzung erfüllt sehen wollen
sry aber du bist echt der erste der grundsätzlich nachfragt wie der strom in die schaltungen rein und der schaltimpuls zu den gehäusetastern kommt
(ein hinweis... nicht durch die luft ;) )

sry aber wenn du im netz posten kannst und auch schreiben und lesen
dann gehen wir davon aus das solche kleinigkeiten "wie kommt der strom von a nach b" sich von alleine beantworten

schließlich kommt der strom in deinen pc ja auch nicht drahtlos oder? ;)

Olaf hat dir mit dem richtige Stichwort schon alles gegeben das du bei reichelt.de selber was raussuchen kannst (bzw. in 5minuten entdeckungstour findest)

wir könnten jetzt noch erklären das man auch im baumarkt im fahrradladen, in der kfz werkstatt oder bei kaufland in der auto und fahrrad technik ecke auch überall litzen bekommt
oder das man für sensorverbindungen und anschlußkabel ohne hohe belastung auch alte ide kabel oder usb kabel und verlängerungen mißbrauchen kann
oder das man vom nächsten recyclinghof anschlußkabel besorgen könnte oder oder oder

aber mal ernsthaft.. wer bei reichelt elektronische bauelemente bestellen kann und nen lötkolben benutzen möchte (und deshalb auch haben muss)
und wer nen rechner schonmal aufgeschraubt hat.. der sollte wohl auch in der lage sein zu erkennen das festplatten und cd laufwerke nicht gerade mit starkstrom betrieben werden^^


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am Februar 10, 2012, 23:12:03
Zitat:
Wenn dir die Frage zu dumm erscheint geh bitte einfach nicht darauf ein!

Nur der Vollständigkeit halber möchte ich noch anmerken, das ich hier Moderator bin - es ist schlicht und ergreifend mein Job hier, auf Fragen wie die Deine zu antworten.

Nur, wie @Stargoose schon bemerkte, setzen wir hier ein wenig Kenntnisse in Elektronik voraus. Und die Tatsache, das Strom von Plus nach Minus fließt und das dazu Drähte nötig sind, lernt man wirklich schon sehr früh. Alles andere kann man sich hier in unseren Tutorials (von denen ein paar von mir geschrieben wurden für Leute wie dich, mit nur wenig Elektronikkenntnissen) anlesen und mit etwas "Power to the Brain" dann auch umsetzen.

Nach wir vor: Nix für ungut.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: LesSV am März 25, 2012, 15:57:50
Nach langer Abitur-bedingter Pause kann ich endlich wieder weiterbasteln :)
Hab nun alles geprüft wie ihr es mir empfohlen habt und bin immernoch nicht auf das Problem gekommen. Da ich die Bauteile für die Schaltung sowieso doppelt da hab, hab ich heute mittag einfach die selbe Schaltung nochmal zusammengebaut. Einen kleinen Erfolg kann ich verzeichnen: Es wird nichts mehr auch nur ansatzweise warm! Mein Ausgangsproblem besteht jedoch immernoch: die LED leuchtet ununterbrochen, sobald ich die Schaltung an meinen Computer schließe - und ihr ist es egal wie weit ich den Präzisionstrimmer nach rechts oder links drehe. Hab auch mit einem Multimeter alle Pins beim IC geprüft wie es mir Kreischwurst empfohlen hatte und ich kann keinen Fehler entdecken. Da ich ja nicht so bewandert auf dem Gebiet bin, könnte auch ein totaler Grundlagenfehler mein Problem sein. Deswegen hab ich ein paar Bilder angehängt wie das so bei mir aussieht. Vielleicht erkennt jemand das Problem? Hat es eventuell was mit der Stromversorgung zu tun? Ich hab einfach zwei Kabel durchtrennt und an meine Schaltung geschlossen (sieht man auch auf den Fotos)


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: LesSV am März 25, 2012, 15:58:17
Und noch 2


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am März 25, 2012, 18:59:58
Nun hast du uns gesagt, das das Auto nicht läuft und die geschlossene Motorhaube gezeigt  ;)

Wir müssen schon sehen, wie du da was gelötet hast (die offene Motorhaube). Je höher auflösend und je schärfer die Bilder sind, desto eher können wir da was sehen. Nutze einen Bilderhoster, um die Fotos hochzuladen, weil das Forum enge Grenzen für Bilder setzt.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: LesSV am März 25, 2012, 23:16:09
Meinst du bei der Schaltung? Da hab ich schon Bilder gemacht. Schau mal eine Seite vorher :) Ist zwar nicht die selbe Schaltung aber ich hab exakt so gelötet.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am März 26, 2012, 12:30:36
Puh
Also mal ins blaue reingeraten 2 mögliche Ursachen:

Sensorkabel (blaues langes) liegt zu dicht an irgendwas massebehafteten. In deinem Fall zum Beispiel zu dicht an der Masse der Zuleitung oder am Gehäuse des Computers (welches ja auch über Masse "geerdet" ist).
Also mal das Kabel weit genug von beiden wegführen oder besser isolieren (dünnen Schlauch, Strohhalm oder 2 Lagen Schrumpfschlauch drum).

Andere Möglichkeit: Trimmer missverstanden ;D
Der Trimmer hat 25 Gänge und was noch verwirrender ist, keinen Endanschlag. Durch das Probieren kann es schon sein das du ihn zu weit ins Nirvana gedreht hast, ist nicht weiter schlimm, er muss quasi nur wieder in die Ausgangsstellung gebracht werden.
Ich habe (da mir es auch hin und wieder passierte) mir mit Edding gleich drauchgeschrieben ob Uhrzeigersinn den Widerstand erhöht, oder verringert)
Also nochmal zum Verständnis. Ein Gang sind 360° Schraubendrehung. Sprich du kannst insgesamt 25 _volle_ Umdrehungen leihern um von 0 Ohm bis 10 Kiloohm zu regeln. Wenn du aber in eine der beiden Richtungen nach dem "Endwert" weiterdrehst, passiert nichts.
Beispiel: er steht auf ca. 5 Kiloohm, du drehst ca. 12 Umdrehungen gegen 0. Nun ist der Widerstand 0 Ohm.
Wenn du jetzt aber 50 Umdrehungen weiter in die Richtung drehst, dann bleibt er bei Null stehen, da er keinen Endanschlag hat. Um wieder auf 5 kOhm zu kommen reichen nun aber keine 12 Umdrehungen, sondern du benötigst logischerweise wieder die 62 Umdrehungen.

Also lange Rede kurzer Unsinn: Halt nen Multimeter an deinen Trimmer (1 Messader an den einzelnen Pin die andere Messader an die beiden durch Lot verbundenen anderen Pins). Drehe ihn mit dem Schraubenzieher auf Null Ohm und markiere dir die Richtung in welche sich der Wiederstand erhöht und dann kannst du unter Strom den Widerstand erhöhen (max. 25 komplette Umdrehungen).
Wenn die LED dann immer noch dauernd immer an ist, miss ohne Strom wie hoch der Widerstand am Trimmer ist. Wenn diese dann nicht annähernd 10 kOhm ist, dann ist der Trimmer defekt.

Wenn nicht, wieder hier melden, dann überlegen wir weiter =)

Bis dahin liebe Grüße und lass dich nicht beim Basteln entmutigen ;)
TT_Kreischwurst.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: StarGoose am März 26, 2012, 16:04:09
vielleicht bin ich noch nicht richtig wach^^

aber die trimmer haben meines wissens eine rutschkupplung um das überdrehen zu vermeiden
d.h. die 50 extra umdrehungen muss man selbstredent NICHT zurückdrehen
im grunde reicht es 25 (oder zur sicherheit 30) umdrehungen in eine richtung zu machen um definitiv an einem endanschlag angekommen zu sein
dreht man nun 12,5 zurück müsste man fast sicher in mittelstellung angekommen sein


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: LesSV am März 27, 2012, 13:52:44
Danke für die Unterstützung!

Okay, Vermutung Nummero Eins habe ich ausgetestet. Der Sensor und das Kabel sind definitiv nicht zu nah an einem massebehafteten Objekt.

Zu Vermutung Zwei:
Hab nun mit angelegter Spannung und ohne angelegter Spannung den Widerstand gemessen. Der Präzisionstrimmer tut seine Aufgabe gut. Zwar schafft er nicht ganz 10 kOhm, aber von 0 bis 9,35 ist er regelbar. Nun wollte ich eigentlich dran gehen, mit angelegter Spannung den Trimmer auf den Maximalwiderstand zu stellen und nochmal zu probieren. Aber ich hab ein kleines Problem: Die Kabel, die die Schaltung mit Spannung versorgen fliegen relativ leicht raus und ich hatte schon den ein oder andren Kurzschluss deswegen. Hab mir bei Reichelt auch die PSK Kontakte mitbestellt und die passen ja in die PSK Gehäuse, aber ich weiß nicht so recht wie ich die Kontakte mit der Leitung verbinden soll. Hab bisher die entmantelte Leitung in den PSK Kontakt gelegt und mit einer Zange die kleinen Blättchen links und rechts davon mit einer Zange zugedrückt. Aber irgendwie will das nicht so recht heben. Und bevor ich nen Schlag krieg wollt ich mal wissen ob ihr den einen oder anderen Tipp für mich habt, wie ich das gescheit befestigen kann  :)


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am März 27, 2012, 15:11:16
Wenn die "Blättchen" das Kabel nicht halten, hast nicht fest genug zugedrückt ;) Alternativ kann man nach dem Klemmen auch noch mit einem Tropfen Lötzinn nachhelfen.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: LesSV am März 27, 2012, 15:55:03
Gute Idee - an Lötzinn hatte ich gar nicht gedacht  :D


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: LesSV am März 30, 2012, 15:49:56
Es ist wirklich eine Qual ohne Helfende Hände (oder Dritte Hände) messen zu müssen. Aber soweit ich das jetzt messen konnte, steht bei angelegter Spannung zwischen den Kontakten des Präzisionstrimmers bei 20kOhm max. Widerstand einfach eine 1 auf dem Multimeter. Was hat das zu bedeuten? Es kann auch sein, dass ich nicht so genau gemessen hab, da meine Schaltung wirklich doof liegt und ich ohne Haltevorrichtung nicht so wirklich gut messen kann. Danke nochmal für den Denkanstoß mit dem Lötzinn - es hält jetzt bombenfest :) Die Methode mit dem messen der Widerstände des IC-Sockels hat mir gefallen: so habe ich Werte an denen ich mich orientieren kann. Ich versuche noch alle anderen Widerstände zu prüfen (sobald ich mir die Dritte Hand gekauft habe). Was könnte ich noch messen?

edit: also ich hab den Präzisionstrimmer auf 9,35 kOhm gestellt und die LED leuchtet immernoch - daran kanns nicht liegen!


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am März 31, 2012, 01:58:56
Mißt du da Widerstände (also Meßeisen steht auf "Ohm") ?

Das sieht danach aus, als würde das Multimeter "keine leitende Verbindung", resp. mehrere Megaohm Widerstand anzeigen.

Allerdings sind Widerstandsmessung in einer "laufenden" Schaltung ausgesprochen komplex bis sogar sinnfrei, da das Meßgerät selbst eine Spannung zur Messung des Widerstands ausgibt. Da kann es schnell zu völlig schwachsinnigen Messungen kommen.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Crawler am April 1, 2012, 13:23:53
In der Regel ist dann aber der gemessene Widerstand kleiner als tatsächliche Widerstand. Wenn das Multimeter nun aber 1 anzeigt (macht meins auch, im unterschied zu bspw. 1 kOhm aber als linksbündige, einzelne Zahl), liegt der Verdacht nahe, dass keine elektrische Verbindung besteht.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am April 6, 2012, 23:57:59
Zitat von: LesSV $txt[176] März 30, 2012, 15:49:56
edit: also ich hab den Präzisionstrimmer auf 9,35 kOhm gestellt und die LED leuchtet immernoch - daran kanns nicht liegen!


Also...

Keine Ahnung^^

Ich würd gern einen konsturktiveren Tip geben, aber wenn alles oben genannte gewissenhaft und sauber probiert wurde und es geht immer noch nicht, dann ist es in der Regel ein Zeichen für schlechtes Karma.. Vielleicht hast du im letzten Leben bewusst einen Penner überfahren um seine Jeans im Used-Look zu bekommen oder so..

Was ich dir raten würde raten
a) nochmal ganz von vorn anzufangen, vllt hat sich ein ungewöhnliches Bauteil durch Löt-N00bismus oder EM-Schäden verabschiedet oder was auch immer...
bzw.
b) schick mir den Kladderadatsch mal im Polsterumschlag zu und ich glotz mal drüber.

spontan fällt mir leider nichts besseres ein ;)

Ich hoffe du gehörst zu denen, welche sich Ihren Basteldrang durch so etwas nicht dämpfen lassen.


Vorerst liebe Grüße und weiterhin happy Löting,  :kolben:
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: LesSV am April 7, 2012, 13:10:19
Vorschlag b.) hatte ich auch schon im Kopf, aber ich wollte mich dir nicht aufdrängen  :)
Niemals lasse ich mich entmutigen!  :D
Bin schon dabei meine nächsten Projekte zu planen. Der Sensor lief zugegebenermaßen
nicht wirklich wie erhofft, aber wie gesagt: ich schicks dir jetzt mal und wenns dann
immernoch nicht klappt, schiebe ich das auch auf schlechtes Karma :P


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am April 7, 2012, 23:38:36
Wenn dem tatsächlich so sein sollte, kann ich ja ein (-)Karma erteilen ;)


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am April 8, 2012, 15:05:06
So bösartige Gelüste, bei dir war wohl ein faules Ei im Körbchen? ;)

btt: ich schau bei Gelegenheit mal drüber und versuch Sie zum laufen zu bringen.
Bin mal ganzschön gespannt an was es nun tatsächlich liegt =)

Vorerst frohe Ostern,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Mai 4, 2012, 20:43:32
Huhu.

Hatte heute meine letzte Prüfung:

Siehe da:
(http://www.abload.de/img/suse0fj9e.jpg)

btt:
Ich habe mich gleich dran gesetzt und deine Schaltung mal getestet.
Folgende Fehler:
(http://www.abload.de/img/fehlergyjgt.jpg)
oben: kein Kontakt des IC-Pins zu Plus.
Grüne Linie rechts, hier müsste die Lötbahn gezogen sein ist aber gezogen, wie rote Linie rechts.

Um Bereich des roten Kreises war ein Kurzschluss,.. Aber ich konnte Ihn rein optisch nicht lokalisieren. Durch das nachziehen der Furche mit dem Messer muss ich Ihn aber erwischt haben... Offensichtlich eine kleine Ader von Litze oder was auch immer reingeraten.

Optokoppler ist meiner Meinung nach auch hin, wurde ausgetauscht.

Schaltung befindet sich bald wieder auf dem Weg zu dir.

So geht es jetzt. Trimmer ist bei ca. 1,3kOhm oder so passend zu deinen Sensor eingestellt.

Ach und @StarGoose: Die Rutschkupplung haben nicht alle dieser Trimmer, habe es heute getestet. Die in der Anleitung erwähnten schon, jedoch greift die auch erst nach 5 - 10 Umdrehungen, besser ist also immer mit Multimeter zu arbeiten, wenn man sicher sein will ;)

Hoffe konnte helfen, liebe Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: LesSV am Mai 4, 2012, 21:59:45
Du bist ein GOTT!
Danke!!!! Dass da so viel schiefgelaufen ist...  ::)
Das mit der grünen und roten Bahn versteh ich aber i-wie nicht.
Ich hätte praktisch die grüne ziehen sollen und die rote nicht?
Danke nochmal :)


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Mai 5, 2012, 09:53:59
Zitat von: LesSV $txt[176] Mai 4, 2012, 21:59:45
Ich hätte praktisch die grüne ziehen sollen und die rote nicht?

Quasi ;)
Du hast einen Optokoppler-Pin angelötet der keine relevante Belegung hat :D
Aber ich kenn das auch mit Schaltungen wo man selbst nie den Fehler findet. Das gehört scheinbar zum Spass dazu ;D

Liebe Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am Mai 5, 2012, 11:24:08
Das ist fast so wie mit den selbstgeschriebenen Texten, die man nicht selbst Korrekturlesen sollte - die eingebauten Fehler sieht man einfach nicht.

Bei der Elektronik ist das nicht ganz so schlimm, da kann man mit Analyse und Meßgerät dem fehlerblinden Hirn auf die Sprünge helfen.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Juli 11, 2012, 20:52:22
Auf Anregung unseres neuen Foren-Nutzers Tutorial des kapazitiven Schalters (http://www.modding-faq.de/Forum/index.php?action=profile;u=7367]pixelschubser[/url] kommt hier analog zum [url=http://www.modding-faq.de/Forum/index.php?topic=20390.0) hier noch nachträglich ein Bild mit Röntgen-Blick auf die Schaltung um das prüfen der Schaltung zu erleichtern...

(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_superman.jpg)

TT_Kreischwurst over and out!


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: mackus am November 19, 2012, 14:01:39
Hallo,
ich habe mich neu angemeldet in der guten Hoffnung, dass ich Hilfe zu meinem Problem finde.
Also, ich beschäftige mich mit dem Aufbau einer Alarmanlage für ein Haus (ich weiß, dass fällt aus dem Modding-Thema raus, aber hier wurden schon sehr interessante Vorschläge für meine gedachte  Anwendung gemacht) und immer wieder stoße ich auf das Problem, dass erst ein Schaden entsteht, bevor eine Alarmierung erfolgt. Z.B. wenn eine Tür oder ein Fenster gewaltsam geöffnet wird, erfolgt ein Alarm. Hier hat aber der Dieb schon seinen Kuhfuß oder Schraubenzieher angesetzt und ein Schaden verursacht.
Deshalb suche ich eine Lösung nach dem Prinzip des kapazitiven Näherungsschalters.
Soll heißen, wenn der Dieb bis auf ca. 1-3 cm an die Scheibe kommt, sollte es eine Meldung geben. Dazu müßte m.E. als Sensor eine Metallfolie von innen auf die Glasscheibe geklebt werden (evtl als Streifen von oben nach unten an der Öffnungsseite). Dieser Sensor arbeitet auf eine Schaltung, die dann einen potentialfreien Kontakt öffnet oder schließt.
Hat schon jemand Erfahrung in dieser Richtung oder besser einen fertigen Plan?
Ich würde mich über jede Anregung freuen!
Herzlichen Dank!
mackus 


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am November 19, 2012, 18:09:49
Ich möchte von der Idee abraten. Erstens zahlen irgendwelche Versicherungen erst, wenn tatsächlich ein Schaden entstanden ist.

Zweitens möchtest du ganz sicher nicht 3x die Woche nach Hause gerufen werden und den Polizei-Einsatz bezahlen, weil die Kids rausgefunden haben, das man nur mit der Hand am Fenster "vorbeiwischen" muß, um einen Alarm auszulösen. Das Risiko von mutwillgen oder auch versehentlichen Fehlalarmen ist einfach zu hoch.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Falzo am November 20, 2012, 09:16:55
eine durchaus interessante idee, aber neben den argumenten von olaf wuerde ich an der erhofften wirksamkeit zweifeln.

der potentielle einbrecher hat vermutlich dicke handschuhe an und setzt ja am rahmen des fensters an und nich an der scheibe. ob er der eigentlich scheibe ueberhaupt nah genug kommt... hmm.

doppelt oder dreifach verglaste scheiben sind mithin recht dick, von innen aufkleben wird vermutlich nicht mal zur ausloesung reichen, aussen anbringen verbietet sich vermutlich aufgrund anfaelligkeit fuer feuchtigkeit etc.

leider sehr schwierig, ähnlich wie bewegungsmelder die aufgrund der ungenauigkeiten auch nur an begrenzten stellen eingesetzt werden.

nicht zuletzt glaube ich, das ein einbrecher in seinem ablauf so schnell den hebel ansetzt, das auch ein bei derartiger annaehrung ausgeloester alarm nicht schnell genug sein duerfte, um die erste schadhafte hebelbewegung noch zu verhindern  ;D


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am November 21, 2012, 21:05:50
Frage:

Wie deutet man "WIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIUUUUUUUUUUUUUH, WIIIIIIIIIIIIIIIIIIIUUUUUH, WIIIIIIUUUUUUUUUH, WIIIIIIIIIIIIIIUUH" ?


Antwort:

Es regnent.


Ansonsten ist der Sensor vermutlich nicht umbedingt für so etwas geeignet. Für solche Anwendungen würde ich eher in Richtung optische Messysteme, empfindlichkeitsvariable Bewegungsmelder oder irgendwas anderes Kameramesssystem tendieren. :)

Mein Favorit wäre natürlich Wassergraben und Selbstschussanlage, aber mich fragt ja keiner ;D

lG,TT



Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Timberland am Dezember 17, 2012, 16:15:23
Hallo Leute

erstmal coole Idee und auch die Umsetzung ist Klasse. Bei manchen Diskussionen versteh ich allerdings nur Bahnhof :D

Zudem habe ich noch eine Frage zu dem Sensor. Kann ich mir das als eine Art Plattenkondensator vorstellen wobei der Finger eine Platte ist?
Ansonsten hätte ich gedacht, dass man auf die Platine auch zwei kleine Kupferflächen lassen kann. Eine als Ground und auf die andere geb ich ne Spannung. Wenn ich dann die Kapazität messe bzw. deren Änderung kann ich detektieren ob irgendwas (elektrisch Leitfähig) in das elektrische Feld eingedrungen ist oder eben nicht.

Ich möchte eine Füllstandsgrenzmessung realisieren die einfach "Bescheid" sagt wenn die Flasche voll ist. Aber ohne dass man eine Erdung in die Flasche hängen muss.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Dezember 19, 2012, 22:33:53
Hi.


Sollte auch so gehen. Außen an die Flasche den (einen) Sensor und gut.

Mit "Erdung" (also Masse) in einer leitfähigen Flüssigkeit sollte der Effekt besser kommen, gehe aber davon aus, dass es auch ohne geht.

In deiner Erklärung des Plattenkondis musst du dir vorstellen, dass dein Finger der ganze Kondensator ist. Und die Sensorplatte ist eine Schnittstelle in eine Leitung.
Mal vereinfacht dargestellt. Also dein Finger"kondensator" wird "in eine Leitung gebracht" wenn du dich näherst, und der kapazitive Effekt verzögert das Signal...


Ich selbst muss gestehen eine Füllstandsanzeige habe ich noch nie mit der Schaltung realisiert. Ich weiss nun nicht, ob da Bauteile umdimensioniert werden müssen.

Einfach mal nachbauen und etwas rumprobieren. Vielleicht finde ich auch mal Zeit einen Probeaufbau zu machen :)

Erstmal danke für dein Interesse und Lob an der Schaltung und beste Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Cookie am Januar 26, 2013, 15:26:11
allo ihr lieben Bastler ;)

Erst mal vorweg vielen Dank für dieses Tutorial, bin begeistert.

Habe deshalb gestern die Schaltung mal nachgebaut und wollte damit den Power Switch an meinem Mainboard ersetzen.

Da ich zu spät gelesen habe das für die 5V Stand-by Spannung statt des MOC 3020 eher der 4N35 geeignet ist habe ich die Schaltung zum Testen extern mit 12V versorgt und mit einer LED eingestellt.

Nun mein Problem. Ich habe nun die Schaltung mit dem Power Switch Pins des Mainboard verbunden. Sobald ich nun den Sensor betätige, startet der Rechner auch, leider geht er dann aber nach knapp 3-4 Sekunden wieder aus. Mir kommt es vor als würde der MOC 3020 zwar den Stromkreis schließen, ihn aber nicht mehr trennen.

Das das Problem vom Mainboard herkommt kann ich ausschließen, denn wenn ich das Mainboard mit einem Schraubendreher kurzschließe, funktioniert alles.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, ich bin nämlich ziemlich ratlos.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Januar 26, 2013, 17:45:32
Hallo.


Toll, dass du Interesse an der Schaltung hast!

Also, deine Bestückung und Verlötung sieht soweit korrekt aus. Im Anhang markierte Stelle würde ich vllt. nochmal nachbessern, sieht auf dem Foto etwas "unsicher" aus :)

Zum eigentlichen Problem:
Zum An/Ausschalten des PCs ist die Schaltung natürlich super geeignet.

Wie schon beschrieben ist der MOS3020 nocht optimal geeignet für die 5V.
Dazu gleich eine Frage: Hast du den Vorwiderstand des OK auch für 5V bemessen?

Selbst wenn: Ich hatte, wie im Tut schon erwähnt, mit dem MOS3020 ähnliche Probleme.

2 Lösungsvorschläge, wenn du es beim Besten willen nicht eingestellt bekommst. (dazu noch der Tip: zum Einstellen gleich MoBo an den Ausgang nicht erst die LED)

1.) lege den Vorwiderstand etwa 10% geringer aus, als es für 5V nötig wäre. Die Wahrscheinlichkeit den OK zu zerstören besteht zwar (wenn auch gering) aber ggf. schaltet er besser durch.
2.) Wahrscheinlich schneller/zielführender: Wenn du im örtlichen Elektroladen keinen 4N35 bekommst, kaufe dir einfach einen Transistor, oder schlachte ein altes Gerät aus. Für die Anwendung am MoBo reicht ein Transi voll aus. Nachteil wäre nur, man hat nicht die galvanische Trennung zum MoBo.

Ansonsten weiss ich auf die Schnelle auch nix besseres :D

Viel Glück und Erfolg beim Fertigstellen der Schaltung. Kannst gern berichten, was daraus geworden ist :)

Bei Fragen: Nur raus damit! ;D


Beste Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Cookie am Januar 26, 2013, 18:00:59
Guten Abend Kreischwurst,

immer wieder schön zusehen, wenn ein Forum bzw. Thread nach Jahren noch so gut besucht und gepflegt wird.

Nun zum eigentlichen Problem, ich glaube du hast mich missverstanden.

Derzeit betreibe ich die Schaltung mit 13,8v aus einem externen Netzteil (testweiße).

Das Problem besteht also nicht darin das die Schaltung bzw. der OK oder Vorwiderstand Probleme bereiten, sondern das sogar die Schaltung mit 13,8v nicht das macht, was sie soll.

Ich habe das nun nochmals getestet, also wenn ich den Sensor berühre, startet der PC auch. Demnach müsste die Schaltung doch funktionieren?
Problem ist, dass der PC nach 2-3 Sekunden einfach wieder ausgeht.
Bei ATX Mainboards passiert dies eig. nur wenn man den Stromkreis des Power Switchs dauerhaft brückt. Daher die Annahme, dass der OK den Stromkreis zwar schließt sobald ich den Sensor berühre, jedoch wenn ich den Finger wieder abhebe, er den geschlossenen Stromkreis nicht wieder trennt. Kann so etwas sein?

Beste Grüße,
Cookie


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Falzo am Januar 26, 2013, 20:27:57
ich stimme der fehleranalyse zu, das ganz klingt so, als würde die verbindung zu lange bestehen bleiben und deswegen das mobo wieder abschalten.

mit der LED funktionierts und die geht auch sofort wieder aus?
selber einbauort etc. vorausgesetzt oder hast du an der verkabelung was geändert?
für eine fehlerdiagnose würde sich empfehlen mit dem ausgang des optokopplers mal eine LED mit passendem vorwiderstand zu schalten und das verhalten zu beobachten.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Cookie am Januar 29, 2013, 23:17:14
So ich habe nun nochmals alles überprüft und bin die Leiterbahnen nachgegangen, damit auch alles ordentlich aussieht  :bestens:

Mittlerweile habe ich statt des MOC 3020, einen CNY17-2 im Einsatz. (Der CNY17-2 ist als direkte Alternative zum 4N35 ausgewiesen).
Den Vorwiderstand habe ich ebenfalls angepasst auf 82 Ohm (passt das?)

Das Ausgangsproblem hat sich nun minimal verändert.

Ich habe es nun geschafft den Trimmer so einzustellen, dass das MoBo beim direkten Berühren des Sensors angeht und sogar anbleibt.
Habe dies auch parallel mit einer LED an den OK Ausgängen getestet.

Soweit so gut.

Leider funktioniert dies alles nur bei direkter Berührung des Sensors, so fern ich etwas zwischen Sensor und Finger lege und die Empfindlichkeit etwas erhöhe, lande ich beim Ausgangsproblem.

Ich kann den Sensor per LED einstellen (OK Eingänge). Komme ich nun in die Nähe des Sensors reagiert der OK auch und die LED an dem OK Ausgang leuchtet. Entferne ich mich nun wieder von dem Sensor passiert ... nichts!  :headcrash:
Die LED leuchtet munterweiter, als ob ich in der Nähe des Sensors wäre, und schaltet erst wieder ab, wenn ich die Platine vom Strom nehme. Danach könnte ich das Spielchen wieder machen.

Die Bauteile liegen auf Holz und sind weit genung entfernt, sodass auch kein Kabel den Sensor stören könnte.

Ich bin ratlos, hat vielleicht noch jemand eine Idee?


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Februar 16, 2013, 11:18:03
Huhu,

ich schreib dir die Antwort gleich mal in den Thread, dass andere mit ähnlichem Problem vielleicht auch etwas davon haben.

In der PN war noch die Rede davon, dass der OK 0,1V Spannungsabfall hat, wenn die Sensitivität so hoch gegurkt wird. Bie Nutzung eines Transis sind es 0,6V und Cookie vermutet, dass deswegen das Mobo nicht sauber startet.

Meine Anmerkungen dazu:

Die 0,6V am Transi verwundern nicht. M.M.n. sollten es sogar 0,7V sein, die bedingt durch das Halbleitermaterial Silicium "flöten gehen".

Wenn du schreibst, am Mobo kommen vom OK nur 4,9V an.
Das verstehe ich nicht.
Schleifst du mittels OK 5V auf die Pins des MoBos?

Die Idee dahinter war, dass nur die beiden "ausgangsseitigen" Pins des OK mit dem MoBo verbunden werden. (Da wo üblicherweise der Taster sitzt)

Je nach OK, kann es sein, dass nur eine Polarisierung funktioniert.


kA^^

Was ich erstmal prbieren würde: statt der StandBy-5V des NTs eine getrennte Spannungsversorgung zu nutzen. Z.B. von einem USB-Ladegerät oder etwas anderen mit 5V geglätteten Gleichstrom.
Nicht, dass hierdurch irgendwelche Effekte auftreten...

Wenn das nichts bringt, würde ich mal versuchen an den Ausgang der Schaltung (wo üblicherweise der MOC3020 hängt) einen Transisor (zur Versärkung des IC-Signals) zu hängen und mit diesem ein 5V Relais zu schalten (Freilaufdiode nicht vergessen).
Die beiden geschaltenen Kontakte des Relais dann an dein MoBo.

Ist zwar nur Quick'n'Dirty, aber zur Fehlersuche sollte es reichen.
Wenn es mit dem Relais nicht geht, scheint etwas anderes an deiner Schaltung oder am Jusatgezustand im Argen zu liegen.


Ich hoffe, es bringt etwas ;-D
Beste Grüße, TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Cookie am Februar 16, 2013, 18:52:17
Hey Kreischwurst,

danke für die Antwort. :)
Dann will ich mal systematisch vorgehen.
Zitat von: TT_Kreischwurst $txt[176] Februar 16, 2013, 11:18:03
...
Wenn du schreibst, am Mobo kommen vom OK nur 4,9V an.
Das verstehe ich nicht.
Schleifst du mittels OK 5V auf die Pins des MoBos?
...


Ich schleife natürlich nicht 5V durch den OK auf die Pins des MoBos, aber wenn man die zwei Start-Pins mit einem Multimeter durchmisst stellt man eine Spannung von 5V fest. Normalerweiße reicht ja ein einfaches Kurzschließen dieser Pins ob mittels Taster oder auch mit dem Schraubendreher ;)

Derzeit habe ich den +Pin an den Collector und den -Pin an den Emitter. Wie schon gesagt wenn ich den Sensor direkt berühre startet das MoBo auch.

In Zahlen:
(Finger berührt Sensor):
Auf der Strecke vom +Pin zum Collector messe ich 5V.
Auf der Strecke vom Emitter zum -Pin ebenfalls 5V.
MoBo startet.

(Finger nur in der Nähe/Mit Plexiglas dazwischen):
Auf der Strecke vom +Pin zum Collector messe ich 5V.
Auf der Strecke vom Emitter zum -Pin ebenfalls 4,9V!!!.
MoBo startet nicht.

Das kuriose ist ja das diese Werte bei den Exakt selben Einstellungen der Schaltung zustande kommen.
Zitat von: TT_Kreischwurst $txt[176] Februar 16, 2013, 11:18:03
...
Was ich erstmal prbieren würde: statt der StandBy-5V des NTs eine getrennte Spannungsversorgung zu nutzen. Z.B. von einem USB-Ladegerät oder etwas anderen mit 5V geglätteten Gleichstrom.
Nicht, dass hierdurch irgendwelche Effekte auftreten...
...


Wie schon in einem vorherigen Post geschrieben, habe ich die Schaltung auch schon mit dem MOC3020 bei 13,8V aus einem externen Netzteil betrieben.
Resultat war das Selbe.

Derzeit nutze ich den CNY17-3 bei 5V.

Die Vorwiderstände habe ich natürlich angepasst und Polarität beachtet.
Zitat von: TT_Kreischwurst $txt[176] Februar 16, 2013, 11:18:03
...
Wenn das nichts bringt, würde ich mal versuchen an den Ausgang der Schaltung (wo üblicherweise der MOC3020 hängt) einen Transisor (zur Versärkung des IC-Signals) zu hängen und mit diesem ein 5V Relais zu schalten (Freilaufdiode nicht vergessen).
Die beiden geschaltenen Kontakte des Relais dann an dein MoBo.
...


Bevor ich jetzt direkt losfahre und mal wieder für 50Cent im Kleinteileladen shoppen gehe ;), kurz noch zum besseren Verständnis.

Ich verstehe es so.
1. OK raus
2. Transistor rein
3. Relais an den Transistor (mit Freilaufdiode)

Mir stellt sich jetzt die Frage, wofür den Transistor?

Wenn ich den Vorwiderstand des OK rausnehme, habe ich doch 5V. Kann ich dann nicht auf den Transistor verzichten? Denn mehr als 5V kann ich im PC ja sowieso im Standby nicht abgreifen und Relais die bei 5V Schalten sollte es ja geben.

Grüße,

Cookie


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Februar 19, 2013, 17:47:50
Zitat von: Cookie $txt[176] Februar 16, 2013, 18:52:17
Bevor ich jetzt direkt losfahre und mal wieder für 50Cent im Kleinteileladen shoppen gehe ;), kurz noch zum besseren Verständnis.

Ich verstehe es so.
1. OK raus
2. Transistor rein
3. Relais an den Transistor (mit Freilaufdiode)

Mir stellt sich jetzt die Frage, wofür den Transistor?

Wenn ich den Vorwiderstand des OK rausnehme, habe ich doch 5V. Kann ich dann nicht auf den Transistor verzichten? Denn mehr als 5V kann ich im PC ja sowieso im Standby nicht abgreifen und Relais die bei 5V Schalten sollte es ja geben.



1.: Ja.
2.: Ja.
3.: Ja.

Die 5V hast du nicht zwingend. Der Widerstand "verheizt" Leistung abhängig vom Strom. Wenn der Transistor einen anderen Strom"bedarf" hat fällt mehr oder weniger Leistung am Widerstand ab. Ergo ist die beim Transistor anliegende Spannung auch anders.

Hier einfach im Datenblatt schauen, welchen Nennstrom der Transistor hat und wenn nötig den Vorwiderstand entsprechen rausnehmen/anpassen.

Der Sinn des Transistors ist, dass deine ICs (MOS) nicht genug Strom geben um ein Relais zu schalten. Daher nimmer du die paar mA des IC, schaltest einen Transi und mit dem ein Relais.

Wiegesagt quick and dirty.

Ich hoffe, ich habe in der Eile nix vermehrt.  :-\

Wenn ich das WE mal stundenweise nüchtern bin, kann ichs vllt auch mal fix aufbauen und guggen, was bei mir so abgeht.


lG,TT


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Timberland am Februar 26, 2013, 16:45:05
Zitat von: TT_Kreischwurst $txt[176] Mai 4, 2012, 20:43:32
oben: kein Kontakt des IC-Pins zu Plus.
Grüne Linie rechts, hier müsste die Lötbahn gezogen sein ist aber gezogen, wie rote Linie rechts.


Hallo

hab jetzt nicht drauf geachtet welcher Optokoppler bei dem Beispiel verwendet wurde aber er hat doch die Leiterbahnen die du kritisierst genau so gezogen wie in deiner Anleitung am Anfang. Laut dem Datenblatt des OK sind die Ausgänge bei 4 und 6.

Und der FlipFlop bekommt da oben seine Versorgung oder wolltest du da nur mitteilen das es da ebend KEINE Verbindung gab?

Grüße


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Februar 26, 2013, 18:08:08
Hallo.

Sehr schön, dass jemand aufmerksam mitliest.  :D

Die IC-Versorgung: Hier war keine elektrische Verbindung gezogen, diese habe ich nachgelötet, dann passte es.

Das mit dem OK ist in der Tat ratteldämlich gewesen.
Wie im es im Tut und im Datenblatt steht ist es selbstredent richtig. Ich hatte hier nur mit einer anderen IC getestet  ;D
Also: Berechtigter Einwand, "Irrtum" meinerseits. Mit der MOC3020 ist Pin4 und Pin6 natürlich korrekt.

Danke vielmal für den Hinweis  :bestens: :bestens: :bestens:

lG,TT


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Timberland am Februar 27, 2013, 16:05:26
Okay  ;D wollte nur auf Nummer sicher gehen nicht dass ich mich irgendwie geirrt habe. Also bei mir funktioniert alles Superklasse. Hab noch eine Spannungsstabilisierung mit einem LM317 eingebaut, eine Status-LED und den R3 als Poti realisiert weil du geschrieben hast dass man damit auch die Empfindlichkeit einstellen kann. Aber warum  ??? Kannst du mir das bitte kurz erklären. Danke


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Februar 27, 2013, 22:04:32
Naja... im Tut steht:

"Der 1k-Widerstand (R3) kann ebenso verändert werden. Bei Erhöhung des Widerstandswertes steigt die Sensorempfindlichkeit gewaltig an, unter normalen Umständen sollte die Veränderung der Schaltung nicht von Nöten sein."

Grammatikalisch korrekt wäre:

"Der Widerstand R3 kann ebenso verändert werden. Bei Erhöhung des Widerstandswertes von 0 Ohm bis zu 1 kOhm steigt die Sensorempfindlichkeit gewaltig an, unter normalen Umständen sollte die Veränderung der Schaltung nicht von Nöten sein."

Also etwas unglücklich formuliert.
Bei solchen "theorielastigen" Fragen, empfehle ich, die Schaltung mal ins PSpice (o.ä.) einzukloppen und etwas zu spielen. Da erschließt sich einem nicht wenig ;)
Das waren eh die drei maßgeblichen Erfolgsfaktoren: Probieren, Simulierenund Erfahrungswerte sammeln ;)

Vorerst beste Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Timberland am März 7, 2013, 10:36:46
Also Füllstandsmessung funktioniert super. Auch mit nicht-geerdeten Flüssigkeiten. Mit einem ausreichend großen Sensor kann man auf eine Entfernung von mehreren Zentimetern messen auch durch nichtleitende Materialien hindurch. Danke nochmal

Grüße Timberland


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am März 7, 2013, 18:41:27
Cooles Ding!

:bestens:  :respekt:

Vielen Dank für das Feedback und viel Spass damit :)

lG,TT


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: mcobit am März 12, 2013, 21:33:13
Hi, hab das Ding jetzt auch mal nachgebaut und mich hier registriert, um mal was zu den Problemen von den Leuten zu sagen, bei denen LEDs dauernd brennen und PCs sich wieder ausschalten:

Habe selber versucht über den Optokoppler eine kleine Last (LED mit Vorwiederstand an 5V) zu schalten und musste feststellen, dass die LED nach aktivierung immer an bleibt, bis man den 5V Stromkreis unterbricht. Die Versorgung der Schaltung selbst ist 12V über kleines Schaltnetzteil.
Wenn ich anstatt des Optokopplers direkt eine LED aufstecke funktioniert alles.

Ich hab mir dann mal das Datasheet vom moc3020 angeschaut und gesehen, dass der nen Triac hat. Das erklärt ja einiges, da solange nach dem durchschalten ein Strom vom min. 100 microAmpere anliegt, bleibt der Optokoppler durchgeschaltet (holdingcurrent).
Die LED braucht mehr als das und hält den Optokoppler also durchgeschaltet.

Hier sollte ein Optokoppler ohne Triac abhilfe schaffen. Oder hat jemand eine Idee, wie man den Triac umgehen kann, dass ich mir nicht neue OK kaufen muss? ;)

Sonst super Schaltung, nur zu empfehlen.



Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am März 12, 2013, 22:41:15
Hallo mcobit!
Willkommen im Forum.

Statt des OK kannst du einfach einen Transistor oder Mosfet nehmen. Beides lässt sich aus dem Fernseher auf dem Dachboden oder aus Vatis Stereoanlage auslöten.
Ansonsten sind es im Kauf Cent-Beträge.

Der Triac-OK wurde gewählt, da er sozusagen "verpolsicher" ist. Soll heißen zum anschalten des Rechners über eine solche Schaltung bietet er gewisse Vorteile. Er ist aber auch (wie bereits erwähnt) beliebig durch andere OK, Transis oder FETs ersetzbar.

Aber vielen Dank für den Hinweis, ist mir selbst nie aufgefallen. :bestens: 
:kolben:

Danke für das Lob und auch ein fettes Lob an dich für dein Interesse und deine Eigeninitiative!  :respekt:

Liebe Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Cookie am März 12, 2013, 22:50:35
Hi, nun habe ich diese Schaltung endlich an einem Mainboard zum Laufen bekommen unfassbar.

Habe heute noch mal in aller Schnelle etwas zusammen geschustert (dementsprechend sieht es auch aus ;)), aber nun geht es.

Erklärung siehe unten.

Mcobit, da du mich mehr oder weniger ansprichst, möchte ich dir mal direkt Antworten.
Ich habe natürlich mit dem MOC3020 angefangen zu experimentieren und sehr schnell festgestellt das dieser nicht für meinen Einsatzzweck geeignet war (siehe Anleitung von Kreischwurst, Punkt 9). Daher habe ich zu einem CNY17-3 gewechselt, der für den 5V Betrieb gut geeignet ist und auch einen Transistorausgang hat. (CNY17-3 ist Baugleich zum in der Anleitung empfohlenen 4N 35).
Ergebnis: NICHTS

Deshalb muss ich deine These leider widerlegen das ein OK ohne Triacausgang funktioniert, zumindest in meinem Fall konnte ich keinen Erfolg erzielen.

Kreischwurst hat mir in diesem Zusammenhang einen Transistor empfohlen, das Problem ist das dieser (genau wie der Optokoppler) einen zu hohen Spannungsverlust mit sich bringt und dies war ist bei meinem Mainboard (MSI A75MA-G55) ein Problem.

Wie oben angemerkt habe ich es nun über Umwege zum Laufen gebracht, wobei jeder mit fundierten Elektrokenntnissen wohl die Hände über dem Kopf zusammen schlagen wird.

Daher direkt vorab, wenn jemand einen saubereren Weg kennt wäre ich sehr dankbar :)

Ich habe es nun so gelöst.

1. Schaltung normal gebaut mit CNY13-3 Optokoppler
2.1 Collector des Optokopplers an die Plusleitung der Platine
2.2 Emitter des Optokopplers an 1,8k Ohm Widerstand
2.3 1,8k Ohm Widerstand an die Steuerleitung eines NPN Transistors
3.1 Collector des NPN Transistors an die Minusleitung der Platine
3.2 Emitter des NPN Transistors an ein Relais
4. Pluspol des Relais an die Plusleitung der Platine
5. Freilaufdiode an die Spulenpole (Auf die Polung achten!)
6. Mainboard an einen der Relaisschalter.

Zusätzliche Teile:
Optokoppler: CNY13-3
Transistor: BC 337-40
Relais: Finder 30.22.7
Freilaufdiode: C7

Bilder siehe unten.

Grüße, Cookie


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: mcobit am März 13, 2013, 07:59:16
Ok, das ist auch ne Möglichkeit...

Das was ich damit vorhabe, also einfach einen Kreis zu schliessen, um eine Taste zu haben, die an einem Raspberry Pi an einen GPIO Pin kommt, ist mir der Spannungsabfall egal ;)

Werde mal einfach versuchen einen OK ohne Triac oder nen Transistor einzubauen.

Ich experimentiere mal weiter und poste obs klappt.

Danke für die Antworten und Tips.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Larie am März 15, 2013, 23:17:37
Hey,

erstmal vielen Dank für die beiden tollen Tuts Kreischwurst :)

Habe leider die gleichen Probleme wie die anderen hier, wenn ich das ganze an das MB anschließen will. PC startet und nach 3 sek geht es wieder aus. Läuft dann natürlich auch über die 5V Standby Leitung.

Schließe ich das ganze egal ob 5 oder 12V an z.B. mein DVD Laufwerk funktioniert es ohne Probleme. Sind 2 Schaltungen.

Du sagtest das das ganze auch über einen z.b. Fet möglich wäre, ich habe hier noch von dem Schalter Tut den BUZ 11 liegen. Wäre das möglich. Muss dazu sagen das ich auf dem Gebiert auch "Neuling bin"  und wenn das gehen würde wie müsste ich ihn dann in die Schaltung integrieren. Bin mir da sehr unsicher.

Nebenbei einfach mal die Frage, habe den Vorwiderstand für den opto als 99 ohm gewählt bei 5V, hatte hier noch ein paar 33er Widerstände liegen. Passt das?
Wenn ich das allerdings berechne komm ich ca. auf 380 ohm, allerdings Funktioniert es mit dem Widerstand nicht. Habe zur Zeit noch den moc 3020 in Betrieb.

Auch wenn es eigentlich nicht hier in den Thread gehört, trotzdem einfach mal als keine Rand Notiz ;) Hoffe ich habe es im anderen Thread nicht überlesen.
Wenn man den IRF 5305 in den Schaltung so einbaut wie den Buz 11 ist der Kreis immer geschlossen. Wenn man ihn genau anderes herum einbaut funktioniert es ohne Probleme.

Schon mal besten Dank.

Gruß, Larie





Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am März 20, 2013, 21:20:15
Hallo ihr drei Bastler ;)

1.) @Cookie: Na wenn es geht, kann die Lösung ja nicht soo schlecht sein ;)

2.) @mcobit: Bin gespannt

3.) @Larie: Deinen Widerstand würde ich im Zweifelsfall praktisch anpassen. Also herantasten und schauen, wann die im Datenblatt des MOC3020 empfohlene Spannung erreicht ist.  Verstehe ich zwar nicht warum es sich nicht mit der Theorie deckt, habe aber grad keine Zeit/Lust genauer drüber nachzudenken. Daher: Probieren geht über studieren :)
Der IRF 5305 muss natürlich korrekt angeschlossen werden, dass habe ich einmal vorausgesetzt!
"P" und "N" steht ja nicht grundlos vor den Transis/FETs ;D
Ich kam nicht auf die Idee das man das als Anfänger missverstehen könnte. Also: Die Bauteile im Zweifelsfall wie im Datenblatt vermerkt anschließen ;)

Warum die Schaltung an MoBos und Standby-Spannungsversorgung solche Probleme macht ist mir nicht ganz klar. Ich testete es damals eigentlich erfolgreich.

Ich hoffe ich finde einmal Zeit und schaue es mir erneut an. So schwierig kann es ja nicht sein. Wann das wird kann ich euch leider nicht prognostizieren. Aber ich denke mal mit dran wenn die Elektronikkiste wieder hervorgekramt wird.

Bis dahin beste Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: mcobit am März 21, 2013, 21:03:23
Ich habs jetzt mal grob ausprobiert und fahre die unmodifizierte Schaltung aus dem Tut mit 5V und dem 4N35 OK.

Klappt super und ich kann damit ohne weiteres, z.B. Joystick oder Keyboardtasten simulieren.

Danke nochmal für die tolle Idee. Jetzt muss ich das Ganze noch mit dem Raspberry koppeln. Mach ich entweder mit nem USB Keyboardhack oder nem kleinen Microcontroller.

Bye


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: sanddorn82 am April 7, 2013, 20:16:11
moin :)
ich hab mich hier gerade frisch eingeloggt und den sensor nachgebaut...fand das doch eine ziemlich coole idee den pc so zu starten  :bestens:

nur hab ich ein kleines problem mit dem sensor und hoffe, dass ihr mir helfen könnt, denn ich bin in dieser hinsicht bei der technik ein absoluter vollpfosten! ich hab den sensor nachgebaut, wie es in der anleitung stand (mit lochrasterplatine) und da ich ein armer schlucker bin hab ich das sensorkabel eingelötet :P und er funktioniert auch...jedenfalls der led test zum justieren, wie in dem video...da läuft alles bestens! aber wenn ich den mos 3020 wieder einsetze und den sensor mit dem pc verbinde, dann passiert nichts...hab öfters kontrolliert: die ic's sind richtig herum eingebaut, ist alles richtig verlötet (sonst würde es ja mit dem test nicht klappen, oder? ;) ) und spannung ist auch da...hab sogar beides: 5 volt (über usb, hinten außen) und 12 volt (den 4 poligen hdd anschluss am netzteil) ausprobiert, aber die möhre beibt aus...hab ich da vielleicht irgendwas übersehen, oder falsch gmacht? muss ich den präzisionstrimmer noch weiter aufdrehen? das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen...oder muss ich sogar ganz woanders den strom herbekommen?! wäre für hilfreiche antworten in normal sterblicher spache sehr dankbar  ;D


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: DerMega am April 8, 2013, 13:55:09
Hallo,

ich bin auch neu hier. Habe letzte Woche dieses Tut gefunden und war begeistert.
Das würde mein Problem mit dem Anschalter hinter der doofen Tür meines Gehäuses beheben.
Habe alles nachgebaut und mit dem LED-Test hats prima funktioniert.
Da es mit dem MOC3020 scheinbar nicht funktioniert wegen zu wenig Spannung (habe grade mal 3,8V Spannungsabfall an Vorwiderstand und MOC-Diode zusammen), wollte ich den 4n35 nutzen. Da dort die Ausgangspins 5 und 6 ja ausgetauscht sind, muss ich das auch umlöten. Das dürfte doch in diesem Falle kein Problem sein die Pins 5 und 6 zu verbinden, da der 6er ja keine Funktion hat beim 4n35 und der 5er keine beim 3020 oder? Für den Fall, dass ich die Bauteile doch mal austauschen will.

Achso: @TT_Kreischwurst (geiler Nick ;) ) vielen Dank für dieses tolle Tut!!

@sanddorn82:
Das muss aber auch ein powered USB Anschluss sein, sonst hast du keine Standyspannung und somit kann da auch nichts schalten.
12V über Molex dürfte dir nichts bringen. Soweit ich weiss gibts da keine Standby-Spannung drauf.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: DerMega am April 8, 2013, 22:23:43
OK, ich hatte einen Fehler in meinem Gedankengang mit dem Löten. Habs jetzt für den 4N35 richtig verlötet und die Empfindlichkeit des Trimmers angepasst. Es rennt :D Ich kann meinen Rechner damit einschalten.
Danke nochmal für das Tut!!!


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: sanddorn82 am April 30, 2013, 08:21:17
@DerMega

Danke erstmal für die Antwort...Mit Standby-Spannung meinst du doch bestimmt, dass auf den USB-Anschlüssen noch Strom ist, wenn der Rechner ausgeschaltet ist, oder?
Wenn ja, ist das ja bei mir der Fall! Als ich das mit der LED getestet hab war der PC ja aus (Netzschalter natürlich an ;) ) über USB hat sie trotzdem gebrannt, wenn ich den Sensor berührt hab, also dachte ich das reicht dafür... aber entweder wird der Rechner gar nicht eingeschaltet, oder er wird ununterbrochen eingeschaltet...ich glaub ich bau das Teil nochmal, hab da bestimmt was falsch gemacht...oder kann man das auch intern irgendwo anschließen? habe ein "GA-Z77M-D3H"

und Danke nochmal :)


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Mai 1, 2013, 21:33:51
Lila Ader des ATX-Netzteiles ist die Standby-Spannung. Sollte afair auch irgendwo in einem der beiden Tuts stehen.

Das sind 5V(+). Gebrückt mit Masse (schwarz, -) und es reicht um die Schaltung zu betreiben, wenn der Rechner aus ist, aber ein Netzkabel am Netzteil steckt.


Siehe auch http://www.modding-faq.de/index.php?artid=200

USB halte ich bei sowas für ungeeignet.

Versuchs mal mit SB-Spannung und berichte wie der Test ausgeht ;-)

Beste Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: logger am Mai 22, 2013, 21:06:17
Hallo zusammen,

nun hab ich mich nach einiger Zeit des Mitlesens auch mal hier angemeldet  :bestens: Auch von mir: Danke für das Tutorial und die Mühe - liest sich einfach genial!
Möchte die Schaltung unbedingt nachbauen, bin aber tatsächlich ziemlicher Newbie – muss wohl erst mal das Löten üben  ::) Wahrscheinlich werde ich mich testhalber an der 1-Kanal-Version mit MOC3020 und Lochraster versuchen. Das, für das ich den Taster allerdings verwenden möchte, bereitet mir folgende Probleme: 5V und wenig Platz. Deshalb tendiere ich für den späteren Einsatz nach dem Üben definitiv zur 2-Kanal-Version!

@ Kreischwurst: der 2-Kanal-Taster war bei mit dem bipolaren OK auch bei 5V recht zuverlässig, oder? Sollte ich bei ausschließlicher Verwendung mit 5V einen anderen Vorwiderstand nehmen? Nachbauen ist für mich absolut kein Thema, das ein oder andere durch Ausmessen überprüfen auch nicht. Nur Berechnen von Schaltungen, Widerständen, etc. – das sind für mich böhmische Dörfer…

Hat schon jemand den 2-Kanal-Taster nachgebaut und Erfahrungen damit? Hat zufällig jemand das Layout der Ätzversion auch ohne Molex und Jumper? (brauche ich ja nicht und nimmt leider viel Platz weg)
Der Traum wäre natürlich 2 2-Kanal-Schaltungen auf einer Platine zu haben aber parallel gefertigt ist das ja auch kein Thema… Streng genommen brauche ich sogar nur 3 Taster aber
a) erscheint mir 2mal ein identischer Aufbau unkomplizierter und
b) spricht ja nix dagegen einen Taster ungenutzt als Reserve zu haben, oder?

Danke schon mal & viele Grüße!


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Mai 22, 2013, 22:41:36
Zitat von: logger $txt[176] Mai 22, 2013, 21:06:17
@ Kreischwurst: der 2-Kanal-Taster war bei mit dem bipolaren OK auch bei 5V recht zuverlässig, oder?

Ja ;) Der 2-Kanal wurde in erster Linie genommen, da er wenig Platz braucht :-) Er steht natürlich nur stellvertretend für andere dieser Bauweise ;)
Zitat:
Sollte ich bei ausschließlicher Verwendung mit 5V einen anderen Vorwiderstand nehmen?

Ja. Der Vorwiderstand lässt sich genau wie bei LEDs berechnen. Also ein Blick ins Datenblatt und U=R*I. Das wird schon mit dem Berechnen - nur Mut! Ein paar ruhige Minuten, ggf. Google und das flutscht ;)
Zitat:
Hat schon jemand den 2-Kanal-Taster nachgebaut und Erfahrungen damit? Hat zufällig jemand das Layout der Ätzversion auch ohne Molex und Jumper? (brauche ich ja nicht und nimmt leider viel Platz weg)
Der Traum wäre natürlich 2 2-Kanal-Schaltungen auf einer Platine zu haben aber parallel gefertigt ist das ja auch kein Thema… Streng genommen brauche ich sogar nur 3 Taster aber
a) erscheint mir 2mal ein identischer Aufbau unkomplizierter und
b) spricht ja nix dagegen einen Taster ungenutzt als Reserve zu haben, oder?

Die 2-Kanal-Version funktioniert problemlos.
Ob nun Molex und Jumper drauf sind, ist eher eine Layout-Frage...
2x 2-Kanal geht natürlich auch problemlos. Wenn nur ein Kanal von beiden genutzt werden soll, müssen nur offene Eingangsports der MOS-Chips gegen ein Potential (z.B. Masse) gebrückt werden.


Alle Unklarheiten beseitigt? ;D

Fang nur erstmal an, der Spass kommt beim Essen!

Willkommen im Forum und viel Spass beim Basteln!
:^B:


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: hilfen am Mai 22, 2013, 23:41:43
@ TT:

ein PC wird ja eingeschaltet wenn die 2 Pins kurzgeschlossen sind
also müsste an einem Pin eine Spannung anliegen und der andere schaltet den PC bei High ein

liege ich hiermit richtig oder ist es genau umgekehrt - und zwar, dass der PC eingeschaltet wird wenn der "einschaltpin" auf Masse gezogen wird?

Denn es haben hier im Forum ja einige das Problem, dass sie zu wenig Spg am Ausgang haben - warum schließen wir dann nicht einen MOSFET (jeh nach dem wie der PC nun eingeschaltet wird einen eigenleitenden/eigensperrenden) an den Opto Ausgang - dieser hat praktisch keinen Spgabfall - somit sollten die vollen 5V am gewünschten Punkt anliegen.


also nochmal bildlich:
Zitat:
                 +Pol des Headers am Mobo
                             |
                          ---
                      |  |
                      |  |
    Opto out ___|  |   
                          ---
                             |
                 -Pol des Headers am Mobo


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Mai 23, 2013, 07:54:12
Huhu hilfen,

Der PC geht an, wenn die beiden Pins des Mainboards kurzgeschlossen werden. Ob nun gegen Masse oder nicht ist ja egal.

Der kapazitive Taster soll also nun 2 Pins sperren und beim durchschalten, diese leitend verbinden.

Ob nun mit Optokoppler, MOSFET, Transistor oder wie auch immer.


Was das ganze nun mit irgendwelchen Spannungen zu tun haben soll bleibt mir schleierhaft.

Ich kann das Fehlerbild hier nicht nachbilden und weiss auch nicht, woran es liegen kann, dass es bei einigen User funzt (bei mir ja auch und das an ausreichend getesteten PCs) und bei anderen Usern wiederum nicht.

Die Einzige Vermutung die ich habe, ist das der MOC3020 zu hohe Verluste im durchgeschalteten Zustand hat und von manchen Mainboards der geschaltete Zustand nicht niederohmig genug ist.
Vielleicht kommen die MoBos auch nicht mit elektronik klar und "wollen" einen mechanischen Taster.

Ich kann mir das alles nicht so richtig vorstellen.

Daher mal die Bitte an die User mit "spinnenden" Sensoren am MoBo:
Tauscht doch einmal den MOC3020 gegen einen Transistor (passender Vorwiderstand) und ein Relais (+Freilaufdiode) und präsentiert die Ergebnisse.


Wenn auch unwahrscheinlich aber dennoch möglich ist auch, dass die Sensoren nur nicht richtig justiert wurden... (Schlagwort: "halbe Spannung am MOS-Ausgang des FF --> falsches, oszillierendes Signal wird ausgewertet


mfg,TT


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: hilfen am Mai 23, 2013, 20:15:29
das Problem mit der schlechten Kalibrierung kann man ja testen indem man vor den R für den MOC3010 einfach 5V anlegt - wenn das Mobo dabei startet liegt es nicht am MOC3010 sondern an der Schaltung davor (wobei man darauf achten muss, dass man die verbindgung zurück zum D FF trennt)


allerdings würde es mich echt interessieren ob die PC start Leitung High oder Low Aktiv ist!


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Mai 23, 2013, 21:21:16
Erstens: Gute Idee!  :idee:

Zweitens: m.M.n. high. Wobei ich nicht weiss ob das genormt ist.

Nach wie vor bin ich auch davon überzeugt davon, dass es für diese Schaltung irrelevant ist.

lG,TT


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am Mai 23, 2013, 22:22:29
Was die beiden Pins des Mainboard-POWER ON angeht, gibt es da keine Norm. Man kann auch mal selbst akitiv werden und Messen, was da an den Pins anliegt  ;D Üblich ist es, das der zweite Pin ein Open-Collector ist, der durch das Verbinden der Pins auf Masse gezogen wird.




Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: hilfen am Mai 24, 2013, 11:08:37
@TT: ist mir klar, dass es so oder so funtkionieren sollte

@olafSt: selber messen ist leider nicht möglich, da ich nur noch Notebooks besitze, bzw. im Umfeld habe.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: skaarj am Juni 3, 2013, 18:05:52
Hi.
Erster Post hier, juhu.

Habe ca. 12 Stunden gesucht wo ich mir so eine Schaltung kaufen kann. Vergebens, oder nur für viel viel Euronen :(
Deshalb hab ich mir die auch recht fix nachgebaut und beim testen mit der led ist alles wunderbar.
Danke bis hierher für das geile Tutorial, dass mich mal dazugebracht unter 12V zu arbeiten. :bestens: :bestens: :bestens:

Wenn ich jetzt mein Messgerät an die beiden Pins halte die die Mainbaord kommen, solten sie ja Potientialfrei durchschalten.
Leider mess ich keinen Durchgang.
Habe alles merhmals kontrolliert und auch die Bauelemente anders herum eingebaut, aber es funktioniert nicht.
Hat einer von euch ne grobe idee? Ist übringens die erste Schaltung aus dem Eröffnungsthead.

Danke


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: hilfen am Juni 3, 2013, 19:27:52
misst du wärend du die Schaltung angeschlossen hast und auch "aktiviert" also, dass der Opto durchgeschaltet hat?

oder misst du einfach nur die 2 Pins am Mobo (so habe ich es verstanden) - da sollte so kein Durchgang sein


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: skaarj am Juni 4, 2013, 20:23:56
Hi
ne, ich mess schon an der kleinen Platine.
Ans Mainboard hab ich sie noch nicht angeklemmt, weil es mit dem messgerät ja schon nicht geklappt hat.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: hilfen am Juni 4, 2013, 22:40:54
Miss mal die Spannung wenn du den Opto durchsteuerst - da Dioden Verbaut sind dürfte ein normales Multimeter sowiso keinen Durchgang anzeigen.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: skaarj am Juni 6, 2013, 19:19:09
Danke für die Diodensache. Ich habe alles nochmals und nochmals kontrolliert und ganz am anfang gelesen das 5 V zu schwachbrüstig wären *schäääääm*
Mit 12V funktioniert es perfekt.

Dem Mainboard ist es auch nicht egal wie ich es anschließe.
Im Grunde hat alles von anfang an geklappt.

Spannung lag bei 2 millivolt oder so. Musste das Messgerät in regionen stellen denen Elektiker unbekannt sind.

Wenn ich die schaltung jetzt noch für 2 Taster hinbekäm wäre alles geritzt. An sonsten müssen 2 auf eine Platine.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Juni 6, 2013, 20:16:49
Huhu,

danke fürs Interesse und Lob.

Woran genau hängt es, das die 2-Kanal-Version noch nicht steht?

Bist du nur noch nicht dazu gekommen, oder gibt es noch Veständnisfragen?
Layout (zum Ätzen) und Schaltplan kann ich gern bereitstellen (falls er hier noch nicht im Thread steht).

Beste Grüße und viel Spass,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: skaarj am Juni 6, 2013, 22:23:11
Wollte erstmal mit der kleinen anfangen.
Die 2 Kanal muss ich mir erstmal verinnerlichen.
Für meinen Casemod brauch ich aber zwingend 2 Taster (CD und Power).
Projekt poste ich später.

Mit solchen Schaltungen kenne ich mich halt nicht aus und brauche noch etwas, aber ich werde es versuchen, hat ja spaß gemacht.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Blocki am Juni 8, 2013, 00:02:43
Servus,

ich misch mich gerade mal hier ein. Ich gebe zu, dass ich mir nicht den gesamten Thread durchgelesen habe.

Gibt es die Moeglichkeit, diese Schaltung auch als Schalter und nicht nur Taster zu benutzen? Ggf. mit Reset bei Spannungsverlust.
Ich haette sowas naemlich ganz gern in meinem Auto. :)


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am Juni 8, 2013, 00:20:07
Huhu Blocki.

Ja die Möglichkeit besteht.

Eine Anleitung zum Thema findets du in Teil 2 des Tutorials.

Teil 2 - kapazitiver Schalter (http://www.modding-faq.de/Forum/index.php?topic=20032.0]Teil 1 - kapazitiver Taster[/url]
[url=http://www.modding-faq.de/Forum/index.php?topic=20390.0)


Viel Spass beim Basteln und beste Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: hilfen am Juni 8, 2013, 02:43:40
@skaarj: sind die 2 mV der Abfall am Ausgang des Opto?

wenn du ein Mulitmeter hast würde mich folgendens interessieren: die Spannung am Opto ohne das sie an das Mobo zum einschalten angeschlossen ist

und einmal die Spg wenn die Schaltung auch an das Mobo angeschlossen ist und gerade der "Start-Button" betätigt wird


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: skaarj am Juni 9, 2013, 21:20:59
Das war die Spannung am Ausgang des Opto. Kann nich mehr messen, weil ich das messgerät 3 tage lang nicht ausgeschaltet habe und nun die batterie leer ist :headcrash:


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Noctua am August 5, 2013, 00:56:08
Hallo,

zuerst einmal danke für das Tutorial.

Ich habe die Schaltung nachgebaut und grundsätzlich funktioniert sie auch. Nur leider habe ich folgendes Problem:
Ein paar mal funktioniert die Schaltung tadellos, aber nach einigen Versuchen passiert gar nix mehr. Weder wird er PC bei eingestecktem MOC 3020 geschaltet noch leuchtet die LED beim Testaufbau. Wenn ich die Platine einige Zeit lang liegen lasse und wieder anschliesse, geht die Schaltung wieder für einige Schaltvorgänge. Woran könnte das liegen?


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am August 7, 2013, 19:03:59
Hallo Noctua,

sorry für die späte Antwort. (Urlaubszeit ;) )

Also wenn ich mal ins blaue reinraten soll:

- Lötfehler
- Handhabungsfehler
- Kalibrierfehler
- Bauteilfehler (Defekt z.B. durch Lötvorgang)

Ich befürchte nur, dass dir das Ganze nicht viel helfen wird :)
Aber ohne genaue Infos (Fotos von Bestückungs- und Lötseite, Einbauort, Art des Sensors, etc. pp. ) gestaltet sich eine Ferndiagnose schwer.
Im Zweifelsfall: Alle Lötverbindungen ausmultimertern, Spannungspegel im Betrieb kontrollieren, ggf. mit neuen Komponenten komplett neu aufbauen und/oder besser kalibrieren.

Die Schaltung ist als solche bei korrekter Handhabung voll funktionsfähig.
Das Thema MOC3020 im PC (Mainboard an/aus) hatten wir schon mal.
--> Im Thread findest du diesbezüglich bestimmt noch hilfreiche Tips!

Beste Grüße und viel Spass beim basteln,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Noctua am August 7, 2013, 22:44:53
Zitat von: TT_Kreischwurst $txt[176] August 7, 2013, 19:03:59
Hallo Noctua,

sorry für die späte Antwort. (Urlaubszeit ;) )

Np, ich habe mir so etwas schon gedacht ;)

Zitat von: TT_Kreischwurst $txt[176] August 7, 2013, 19:03:59
Also wenn ich mal ins blaue reinraten soll:

- Lötfehler
- Handhabungsfehler
- Kalibrierfehler
- Bauteilfehler (Defekt z.B. durch Lötvorgang)

Da ich mittlerweile 2 Platinen gelötet habe und sich beide gleich verhalten würde ich das ausschliessen, bis auf den Handhabungsfehler natürlich ;)
Zitat von: TT_Kreischwurst $txt[176] August 7, 2013, 19:03:59
Ich befürchte nur, dass dir das Ganze nicht viel helfen wird :)
Aber ohne genaue Infos (Fotos von Bestückungs- und Lötseite, Einbauort, Art des Sensors, etc. pp. ) gestaltet sich eine Ferndiagnose schwer.
Im Zweifelsfall: Alle Lötverbindungen ausmultimertern, Spannungspegel im Betrieb kontrollieren, ggf. mit neuen Komponenten komplett neu aufbauen und/oder besser kalibrieren.

Die Schaltung ist als solche bei korrekter Handhabung voll funktionsfähig.
Das Thema MOC3020 im PC (Mainboard an/aus) hatten wir schon mal.
--> Im Thread findest du diesbezüglich bestimmt noch hilfreiche Tips!

Beste Grüße und viel Spass beim basteln,
TT_Kreischwurst


Anbei 2 Fotos von der letzten der beiden Platinen. Der Sensor ist die Sensoroberfläche der PS3. Dort wird der graue Draht angelötet. Versorgt wird das ganze mit 12V direkt von einem Laptopnetzteil.
Ich konnte den Fehler in den letzten Tagen etwas einkreisen. Ich habe das System im Moment fertig kalibiert da. Sobald ich es an die 12V anschliesse funktionert es für ein paar Minuten tadellos, egal ob mit MOC 3020 oder der Test-LED. Nach einigen Minuten geht allerdings gar nichts mehr, egal wie der Präzisionstrimmer steht. Trenne ich das Ganze für eine Weile von der Stromleitung (>1h) geht es anschliessend wieder für ein paar Minuten.

Grüße Noctua


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Misa am August 12, 2013, 13:32:46
Die Bestückungsseite sieht gut aus.
Die Lötseite hat mich kurz stutzen lassen. Womit lötest du bzw. wie heiß und wie lange? Sieht stellenweise etwas warm aus und/oder die Spitze war dreckig.

Dank Referenzlayout kann man auch gut Fehler suchen. Rote Bahnen dürfen keinen, lilafarbene müssen Durchgang haben. Da die Auflösung mit doppelter Vergrößerung schon ziemlich mies ist, sind das nur Vermutungen ;)
Hast du stellenweise für die etwas längeren Lötbahnen mit abgeknipsten Bauteilbeinchen gearbeitet?
Wegen der Spannungspegel im Betrieb kann dir TT_Kreischwurst sicherlich mehr sagen, aber das eine oder andere lässt sich auch so herausfinden.

Man könnte noch mit einem Skalpell den Raum zwischen den Lötbahnen präventiv nachfahren, um einen Kurzschluss (fast) auszuschließen.

Das erwähnte Laptopnetzteil versorgt nur diese Schaltung oder noch weitere Komponenten? Hast du mal mit einer anderen Spannungversorgung getestet? (Molexstecker, Labornetzteil...)

Das Sensorkabel scheint gut genug isoliert zu sein. Was für ein Sensor hängt da dran? Ich habe keine PS3 oder ähnliches, daher die etwas seltsame Frage.
"Sensoroberfläche" ist daher (zumindest für mich) nicht hilfreich :< Im schlimmsten Fall ist besagtes Bauteil aktiv und gibt eine Spannung aus, die die Schaltung völlig durcheinanderwirbelt.



Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Noctua am August 12, 2013, 18:03:00
Hi,
ich löte mit einer einfachen Lötstation mit 250-300W. Da es sich bei den beiden Platinenversuchen um meine ersten Platinenlötarbeiten handelt, ist nicht alles perfekt geworden.

Die von markierten Stellen sind in Ordnung, ich habe auch nochmal ein besseres Bild angehängt. Bei dem ersten Versuch habe ich die langen Bahnen mit Draht, beim zweiten versuch ohne Draht verbunden. Den Raum zwischen den Bahnen habe ich schon mit einem scharfen Messer gereinigt.
Grundlegend funktioniert die Schaltung ja, aber irgendwie lädt sich etwas auf, so dass sie nach ein paar Minuten dauerhaft am Strom nicht mehr funktioniert.

Das Laptopnetzteil versorgt in der finalen Version das komplette System, beim Testen auch z.T. auch nur die Schaltung. Als Alternative hatte ich mal noch einen alten auf 12V geregelten Modelleisenbahntrafo verwendet.

Bei der PS3 ist es nur ein Stück Blech (siehe Anhang 2). Dort wird der Draht vom Sensor angelötet.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am August 12, 2013, 21:42:28
Ehrlich gesagt schauderts mich beim Anblick der Lötarbeit. Das Zinn ist ja regelrecht gekocht worden. Sieht nach zu hoher Löttemperatur und viel zu langer Lötzeit aus. Die paar Halbleiter, die da verbaut sind, haben zumindest nen Knacks weg, wenn sie nicht intern geschmolzen sind.

Eine gute Lötung ist spiegelblank und gleichmäßig glatt, fast kugelförmig. Wird das Zinn zu einem mattgrauen Brei und zieht Fäden (so wie bei dir das sicher geschehen ist), ist das Flußmittel verkokelt, der Halbleiter eigentlich hin - und die Gefahr kalter Lötstellen steigt rapide.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Noctua am August 12, 2013, 22:40:34
Schön, hast du beim ersten mal alles perfekt gemacht? Und wie wär's mit ein paar sinnvollen Tipps statt nur blöder Sprüche? Ich habe a) nie behauptet das ich toll löten kann und b) sogar noch dazu geschrieben, dass es meine erste gelötete Platine ist. Davor habe ich höchstens ein paar Kabel zusammen gelötet.

Und die Halbleiter habe ich erst nach dem Löten in die Sockel gesteckt, daher sind diese zu 100% nicht hin. Kalte Lötstellen gibt es laut Durchgangsprüfer auch nicht.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Misa am August 12, 2013, 23:07:50
Du hörst von zwei Personen, dass die Löttemperatur bedenklich ist.
Sinnvoller Hinweis: Dank Lötstation kein Thema. Einfach runterregeln...

Nicht nur Halbleiter haben ein gewisses Temperaturempfinden, auch Kondensatoren sind anfällig. Elkos besonders, aber die sind hier nicht verbaut. Ebenso kann man die Schleiferbahn von Potis grillen. Alles machbar...
Kalte Lötstellen müssen nicht zwingend mit dem Durchgangsprüfer zutage treten.

Also alles halb so wild und kein Grund, gleich eingeschnappt zu sein, hm? :)
Übung kommt mit der Zeit und dann entwickelt man auch ein Gefühl (wie bei vielen anderen Sachen auch).

Edit: 250-300W? Sicher?


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Noctua am August 13, 2013, 00:56:03
Zitat von: Misa $txt[176] August 12, 2013, 23:07:50
Du hörst von zwei Personen, dass die Löttemperatur bedenklich ist.
Sinnvoller Hinweis: Dank Lötstation kein Thema. Einfach runterregeln...

Nicht nur Halbleiter haben ein gewisses Temperaturempfinden, auch Kondensatoren sind anfällig. Elkos besonders, aber die sind hier nicht verbaut. Ebenso kann man die Schleiferbahn von Potis grillen. Alles machbar...
Kalte Lötstellen müssen nicht zwingend mit dem Durchgangsprüfer zutage treten.

Also alles halb so wild und kein Grund, gleich eingeschnappt zu sein, hm? :)
Übung kommt mit der Zeit und dann entwickelt man auch ein Gefühl (wie bei vielen anderen Sachen auch).

Edit: 250-300W? Sicher?

Ich sage ja nichts gegen Kritik. Aber einen Post nach der Art "Dein Löten ist Mist und deswegen ist alles kaputt" bringt keinem was und gehört meiner Meinung nach nicht hierher. Du hingegen bringst konstruktive Kritik. Soviel dazu.

Laut Anzeige steht der Lötkolben auf etwa 250-300°. Mein Hauptproblem ist vor allem das Verbinden der einzelnen Punkte auf der Platine, daher auch die lange Lötdauer. Mit Draht statt so sah es nicht besser auch, da fehlt mir noch die Übung für. Hast du da einen Tipp für?

Ich habe die Widerstände und den Kondensator mal nachgewesen, die angebebenen Werte scheinen noch zu passen.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am August 13, 2013, 09:33:34
Natürlich gehört sowas hierher. Oder soll ich etwa sagen "Hey, alles super, sieht toll aus", während die Bauteile allesamt schwarz sind ? Wenn du keine offene Kritik erträgst, bist du hier falsch. Und ja, auch ich habe solche Lötkatastrophen veranstaltet und dafür meine verbale Prügel bezogen. Hör also auf zu jammern.

Was das Verlöten solcher langen Bahnen angeht: Ich verwende für sowas immer abgeknipste Widerstandsdrähte oder die langen Drähte von LED. Als Temperatur wähle ich nur sehr selten mehr als 270°C (eher 240 °C). Anschließend löte ich das Beinchen am Startpunkt der langen Brücke fest - ist da bereits ein Bauteil eingelötet, warte ich 10 Sekunden, bis sich selbiges abgekühlt hat.

Anschließend verlöte ich das andere Ende des Beinchens und dann immer abwechselnd: nächster Punkt vom Anfang, dann nächster Punkt vom Ende usw. So haben die eventuell vorhandenen Bauteile Zeit, sich abzukühlen. Auf die gleiche Weise verlötet man ICs - erst Pin 1, dann Pin 7, dann 2, dann 6. You got the Point ;)



Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Crawler am August 13, 2013, 10:02:45
Ich halte es nicht für sinnvoll, den Fehler in der jetzigen Schaltung finden zu wollen und rate eher dazu, die Schaltung erneut aufzubauen. Gegebenenfalls solltest du im Vorfeld noch etwas Löten üben, um dich mit dem Werkzeug, dem Material und der Vorgehensweise vertraut zu machen.
Ich habe vor allem den Eindruck, dass dein Lötequipment ungeeignet ist, kannst du bitte nähere Angaben zum Lötkolben / zur Lötstation und zur verwendeten Lötspitze machen? Welches Lötzinn verwendest du?


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Noctua am August 13, 2013, 21:53:07
So, jetzt geht es. Es lag nicht an dieser Platine, sondern an der Spannungsverteilungsplatine (mit der ich vorher natürlich immer gearbeitet hatte  :headcrash:).
Leider lässt sich das System mit eingestecktem MOC 3020 nur einmal ein- und wieder ausschalten. Trenne ich nur das Mainboard vom Strom geht es anschliessend wieder. Daher tippe ich auf ein Problem mit dem Board. In diesem Thread wurde aber schon auf ein Probleme mit dem MOC 3020 angesprochen. Daher werde ich den erwähnten 4N35 mal testen.

Als Lötkolben verwende ich diesen (http://www.reichelt.de/Diverse-Loetstationen/STATION-ZD-99/3/index.html?;ACTION=3;LA=2;ARTICLE=90921;GROUPID=555;artnr=STATION+ZD-99"), als Lötzinn siehe Anhang.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am August 13, 2013, 22:08:31
Hallo ihr jungen Wilden,

:laugh:

ist zwar alles schon gesagt wurden, aber ich will dann doch noch etwas Senf dazu geben.

Thema Löten:
- bei den gezeigten Platinen würde ich mal eine Fehlersuche umgehen wollen. Hier könnte tatsächlich etwas über den Jordan gegangen sein.
- zu Löttemperatur wurde schon was gesagt
- zum Löten üben: Lange Strecken kann man mit dünnen Draht oder Bauteilbeinen vorlegen und nur nachlöten; Einfach mal auf losen Lochraster üben (Smileys, Schriftzüge, o.ä. löten)
- Lötreihenfolge: Erst das Unempfindliche, dann das Empfindliche (lange Lötbahnen, Sockel, Widerstände zuerst - Elkos, Trimmer, Potis, Dioden, MOSFETs, Transistoren zu letzt)
- ich empfehle 0,5 - 1mm Lötspitze (spitz, ründlich, schmal)
- ich empfehle 1mm dickes Lötzinn (bleihaltig, nicht das Silberzeug) mit Flussmittelseele
- ich empfehle Kolofonium als zuzsätzliches Flussmittel falls benötigt
- ich empfehle Salmiakstein zum aktivieren/reinigen der Spitze (Anleitungen siehe I-Net)
- ich empfehle nach jeder längeren Lötbahn den Kolben rasch an einem leicht feuchten (nicht nassen!) Läppchen oder Schwamm abzuwischen


Ansonsten wie schon erwähnt: Vielleicht mal ein/zwei Stündchen löten üben und ein/zwei Tuts bei Youtube anguggen oder die Anleitung auf Modding-Faq lesen und dann nochmal mit frischen Teilen ans Werk und einen Neuversuch gestartet.
:kolben:
edit: das es mittlerweile klappt las ich zwar, aber etwas Löttraining schaded vielleicht doch nicht.


Die deinerseits angesprochene Änderung vom Optokopplertyp erachte ich als sinnvoll

Was mir noch einfällt: Die Schaltung brauch eine sehr saubere Versorgungsspannung, ich weiss nun nicht, inwieweit ein Playstation-Netzteil das mitbringt.
Ggf. müsste man hier noch einen Spannungsregler o.ä. vorschalten.

Aber ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was der OK-Tausch und ggf. die Neulötung bringt.

Beste Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Noctua am August 13, 2013, 22:24:16
Achja: Danke euch dreien für die Löttipps. Da dies nicht die letzte Schaltung sein soll, werde ich demnächst mal etwas üben. Dazu werde ich mir neues Lötzinn und eine dünnere Spitze besorgen. Auch werde ich den beigelegten Schwamm häufiger benutzen. Einen Salmiakstein habe ich schon da, aber zu selten verwendet.

Morgen auf der Weg zur Arbeit fahre ich mal am Conrad vorbei und besorgen mir 3 entsprechende Optokoppler (2 benötige ich, 1 Reserve). Bei der dritten Schaltung dieser Art (die erste habe ich durch einen Kurzschluss geschrottet) werde ich versuchen eure Tipps zu beherzigen. Diese soll dann das DVD-Laufwerk ansteuern.

Zur Spannungsversorgung dient ein 12V Laptopnetzteil. Es handelt sich bei dem Projekt zwar um ein PS3 Fat-Gehäuse, aber eigentlich ist es jetzt ein Mini-ITX-PC-System ;)


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am August 13, 2013, 22:28:01
Das mit dem NT klingt ja schonmal gut. Das sollte absolut geeignet sein!
Dann steht dem Erfolg ja nun nichts mehr im Wege.  :bestens:


Beste Grüße und viel Erfolg,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: OlafSt am August 14, 2013, 10:44:12
Einen Salmiakstein habe ich in den letzten (wenigstens) 25 Jahren noch nie benutzt. Ich hätte viel zu viel Angst, mir meine Lötspitze zu ruinieren, indem ich mit dem Stein da die Zunderschicht von der Spitze runterschleife. Ist das passiert, ist die Spitze hin.

Da die Lötspitzen schon angesprochen wurden: Für mich sind 1,0mm-Spitzen schon zu fett ;D Ich benutze 0,8mm "bleistiftspitz" für Punktarbeiten oder 1,2mm "Meißel" für flächigere Lötungen, wie z.B. das mit dem LED-Beinchen beschriebene. Als Lötzinn kommt hier 0,8mm starkes, gutes, altes Sn60PbCu2 zum Einsatz.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am August 14, 2013, 17:21:20
Zitat von: OlafSt $txt[176] August 14, 2013, 10:44:12
Ich hätte viel zu viel Angst, mir meine Lötspitze zu ruinieren, indem ich mit dem Stein da die Zunderschicht von der Spitze runterschleife. Ist das passiert, ist die Spitze hin.


Na ein Glück, dass der Salmiakstein kein Schleifstein ist ::)

Wenn man diesen benutzt, wie es der Erfinder vorsah (und zwar in einer Salmiakstein-Kuhle ein Lotbad bildet um darin die Kolbenspitze tauchen), ist das eine ganz tolle und ungefährliche Sache ;)

Bei unaktivierten Spitzen oder uralten Lötspitzen geht es ohnehin nicht ohne Stein.


Beste Grüße,
TT_Kreischwurst

p.s.: meines Vaters (Elektriker) Lötkolben haben seit 40 Jahren Benutzung alle noch die erste Spitze! Ich selbst habe auch noch keine Spitze verschlissen. Aber Recht hast du natürlich: Wenn die Spitze angeschliffen wird reduziert sich die Standzeit auf wenige Stunden!


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Noctua am August 14, 2013, 19:23:48
So, mit einem OK-Typ 4N35 klappt es jetzt. Danke nochmals fürs Tutorial. Am Wochenende werde ich mal ein wenig Löten üben und werde dann vermutlich nächste Woche die nächste Platine vorstellen.

Danke an euch 3 für die Löttipps.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Vol7rix am Oktober 15, 2013, 15:01:41
Hallo zusammen,

DAnke erstmal für das tolle Tutorial. nur aus diesem Grund habe ich mich mal hier angemeldet. ;D

Ich möchte diese Schaltung gerne in Mein PC projekt einbauen und wollte frage ob ihr mir beim Platinen-Layout helfen kannst.

Realisieren möchte ich einen Powertaster, Resettaster und einen Eject-Taster, am besten auf 1 Platine in der geätzten Version.

Ein paar fragen hätte ich diesbezüglich aber noch, und zwar ersetzt diese Platine ja nur den eigentlichen Taster? d.h. ich kann die Platine dann an die ürsprüngliche Platine anschließen? Ich frage deshalb da auf der Orginal platine (auf der die Powertaste usw. verbaut sind) im PC noch diverse USB und Audio anschlüsse drauf sind.

Des weiteren würde ich die Sensortaster gerne per 3Pin Fan connector anschließen.
Kann ich dann jeweils einen Pin pro sensor Taster nehmen oder würden diese sich gegenseitig stören?

Spannungsversorgung würde ich direkt vom NT nehmen. vermutlich auch über einen 3Pin Fan Connector.

Ich hoffe es ist einigermaßen verständich wie ich mir das vorstelle.  Wink

In diesem Sinne schon mal vielen Dank


Grüße


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: da_bigboss am Oktober 16, 2013, 21:59:01
Zitat von: Vol7rix $txt[176] Oktober 15, 2013, 15:01:41
Ein paar fragen hätte ich diesbezüglich aber noch, und zwar ersetzt diese Platine ja nur den eigentlichen Taster? d.h. ich kann die Platine dann an die ürsprüngliche Platine anschließen? Ich frage deshalb da auf der Orginal platine (auf der die Powertaste usw. verbaut sind) im PC noch diverse USB und Audio anschlüsse drauf sind.

die schaltung ersetzt laut schaltbild den taster. du kannst also den derzeitigen 2poligen taster auslöten und deine adern anlöten bzw. parallel dazulöten. je nach gegebenheit... rest ist schon im thread erwähnt soweit ich den mitgelesen habe.
Zitat:
Des weiteren würde ich die Sensortaster gerne per 3Pin Fan connector anschließen.
Kann ich dann jeweils einen Pin pro sensor Taster nehmen oder würden diese sich gegenseitig stören?

bei kapazitäten ist das immer so eine sache. gekreuzt macht es meist nichts aus, parallel könnte es etwas machen. das hängt wohl vom verwendeten querschnitt der leitung und der länge des parallelen stranges ab. die an die sensorplatte angebrachten leitungen vergrößern dir deine sensorfläche ja ebenfalls. um das testen wirst wohl nicht herumkommen. eventuell kannst du dir kleine abstandshalter zwischen den einzelnen adern basteln.


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: IBlackMambaI am Oktober 17, 2013, 23:48:41
Hi zusammen,

ich versuche mich auch gerade an der Schaltung. Eines verwirrt mich aber etwas. Welche Art der Leitung vom Optokoppler ist jetzt die Richtige?

lt. Anleitung auf Seite 1
(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_u_3.jpg)

Anmerkung von TT_Kreischwurst
(http://www.abload.de/img/fehlergyjgt.jpg)

Röntgen-Blick
(http://www.tt.m-faq.de/capsens/t_superman.jpg)


VG
Andy



Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: da_bigboss am Oktober 18, 2013, 17:40:37
http://www.fairchildsemi.com/ds/MO/MOC3010M.pdf

laut dem datenblatt von hier wird zwischen pin 4 und 6 dein ausgang beschalten. bei pin 5 steht "DO NOT CONNECT (TRIAC SUBSTRATE)". die durchnummerierung der pins kannst du ebenfalls der ersten seite entnehmen. somit liegt der fehler im letzten bild.

check aber am besten noch einmal ob  datenblatt = dein verwendetes bauteil  ;-)


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: IBlackMambaI am Oktober 20, 2013, 19:27:53
Zitat von: da_bigboss $txt[176] Oktober 18, 2013, 17:40:37
http://www.fairchildsemi.com/ds/MO/MOC3010M.pdf

laut dem datenblatt von hier wird zwischen pin 4 und 6 dein ausgang beschalten. bei pin 5 steht "DO NOT CONNECT (TRIAC SUBSTRATE)". die durchnummerierung der pins kannst du ebenfalls der ersten seite entnehmen. somit liegt der fehler im letzten bild.

check aber am besten noch einmal ob  datenblatt = dein verwendetes bauteil  ;-)


Ah, ok. Werd das mal überprüfen. Danke für den Hinweis.

Aber hinsichtlich des Optokopplers ergibt sich gleich die nächste Frage.

Laut Anleitung wird die Funktion des Optokopplers so erklärt, dass dieser - sobald der Sensor berührt wird - durchschaltet.

Nun, wenn beim Test mit der LED - ohne eingesteckten Optokoppler bereits durchgeschaltet wird oder nicht (LED an/aus), wofür brauche ich dann eigentlich den Optokoppler? Kann ich das Signal nicht direkt von Pin 1 und Pin 2 des 6er-Sockels abgreifen?

Ich will die Schaltung eigentlich nur dafür nutzen, damit ich - lediglich durch Berührung des Sensors - entweder einen Spannungswert von 0V oder eben spannungsbehaftet abgreifen kann.

Ach ja, momentan erhalte ich bei Pin 1 und Pin 2 des 6er-Sockels entweder 0V oder - bei Berührung des Sensors - die vollen 12V Eingangsspannung. Sollte glaub ich nicht so sein. Nun, die Logik als solches funktioniert, aber woran könnten die 12V begründet sein?
Zudem, könnte das im Dauereinsatz zu Problemen führen?


VG
Andy


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: daniel-san am September 2, 2014, 08:21:58
Hi Zusammen,

ich hab auch ein kleines Problem mit der Schaltung bei dem ich nicht weiter komme, evlt. hat ja jemand eine Idee :).

Ich habe die 2Kanal Version nach gebaut und möchte später damit Fensterhebermotor mittels eines Motorumpolrelais steuern.

Ein Freund von mir hat mir die Platinen anhand des Schaltplans geätzt (d.h. ein etwas anderes Layout), Lötfehler sind keine drin da ich die Platine komplett durchgemessen habe bevor ich das erste mal Spannung drauf gegeben habe.

Wenn ich die beiden Trimmer wie von Kreiswurst anfangs beschreiben mit einer LED justiere, funktioniert das ganze auch wunderbar auf beiden Kanälen. Nur wenn ich dann den OK in den Sockel setzte tut sich irgendwie nichts.

Ich habe mal ein Multimeter an den Output gehängt , aber da liegt beim Tasten weder Spannung noch durchgang etc. an.

Woran könnte das liegen`?

Habe ich evlt. den falschen OK? den habe Ich verwendet:http://www.reichelt.de/PC-827H/3/index.html?&ACTION=3&LA=446&ARTICLE=76186&artnr=PC+827H&SEARCH=PC827

Ist der evlt. schon von Anfang an defekt?

Falsch rum eingesetzt habe ich Ihn denke ich nicht, die Anode an der Kerbe des Sockels.


Jemand eine Idee` ???


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: TT_Kreischwurst am September 10, 2014, 07:01:49
Hallo daniel-san,

danke für das Interesse! Was passiert denn, wenn du nur einen Kanal des OptoKoppler nutzt und die Eingänge des anderen Kanals auf Masse legst? (Schnelltest auf dem Breadboard oder "fliegend" verdrahtet.

Also man kann nicht ausschließen, dass dein OK einen weg hat. Wenn du dir den bisherigen Thread (jaja, ich weiß: es ist viel  :bulk: ) durchliest, wirst du feststellen, dass du nicht der Erste bist, welcher Probleme mit dem OK hat.

Im Zweifelsfall kannst du ja einfach mal einen OK probieren, welcher bei anderen Mitgliedern funzte.

Ich bin grad zu Faul ins Datenblatt zu guggen und kenne auch dein Layout nicht... Aber mal blöd gefragt: Der Optokoppler bekommt schon die korrekte Pin-Belegung? Falls das Problem noch aktuell ist, könntest du ja mal ein Foto der Löt- und ein Foto der Bestückungsseite der Platine hochladen.

Beste Grüße,
TT_Kreischwurst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: xx5198 am April 8, 2015, 21:55:05
Moin Moin,
ich bin auf dieses Tutorial gestoßen und möchte erstmal ein Lob für den Ersteller da lassen.
Dann habe ich eine Frage zu dem optokoppler:
Ich möchte die Schaltung Zweckentfremden und damit einen digitalen 24V Eingang einer sps anzusteuern (ca. 3-4mA). Die Frage ist ob ich damit 24V schalten kann? Im Datenblatt steht zwar was von 30V aber ich wollte dazu einfach mal hier um Räckmeldung fragen.

Danke schon mal.

Gruß
Andreas


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Falzo am April 9, 2015, 20:35:16
welchen der vorgeschlagenen Optokoppler willst Du verwenden? die MOC sind IMHO für (bis zu) 230Vac ausgelegt, 24V sollte da also kein Problem sein...


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: xx5198 am April 9, 2015, 20:38:45
Hallo, ich hab den MOC 3020 ins Auge gefasst


Titel: Re: [Tutorial] kapazitiver Sensor - Teil 1 (Taster)
Beitrag von: Schwarzy am Oktober 16, 2015, 08:46:18
Hallo Community,

Erstmal beste Grüße und Lob an TT_Kreischwurst.
Tolles Tutorial sehr übersichtlich und wenn man sich alles durchgelesen hatt auch sehr leicht verständlich.  :bestens:

Hab mir mal alle Bauteile für die Einkanal-Version (mit 4N35) bei Reichelt bestellt und werd mir das nächste Woche mal zu Gemüte führen.

Möchte euch dann nochmal Rückmeldung geben wenn alles hinhaut.

Lässt sich nur mehr sagen: Frohes Modden bis dahin  :D

EDIT:
Also der Sensor hat bei mir (mit kleineren Einstellungsproblemen) funktioniert.
Jedoch "stirbt" er aus einem mir unbekannten Grund in der praktischen Anwendung.
Lebensdauer: 2Tage/ca20Schaltzyklen - 3Wochen/ca40Schaltzyklen
Jetzt schon der 4. Sensor.

warum?  ??? für mich nicht verständlich.

Ich verwende ihn als Start-Schalter (PC)

Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen  :-[




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